Gewinn bricht ein Corona verdirbt Bank of America die Bilanz

Auch bei der Bank of America zeigt sich: US-Banken, die stärker im Privatkundengeschäft engagiert sind, leiden derzeit stärker unter der Corona-Krise.
Ein hoher Anteil an Privatkunden lastet in der Corona-Krise derzeit schwer auf betroffenen US-Banken wie Bank of America oder Citibank

Ein hoher Anteil an Privatkunden lastet in der Corona-Krise derzeit schwer auf betroffenen US-Banken wie Bank of America oder Citibank

Foto: MARK RALSTON/ AFP

Die Corona-Krise hinterlässt bei der Bank of America deutliche Spuren. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal um 15,8 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar ein, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Analysten hatten mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet. Die Bank profitierte nicht ganz so sehr wie ihre heimischen Wettbewerber von dem florierenden Aktien- und Anleihehandel im Sommer. Die Erträge in den Sparten legten weniger stark zu als bei JP Morgan und Citi. BofA-Aktien  gaben im vorbörslichen Handel an der Wall Street gut ein Prozent nach.

Die Gesamterträge gingen im Quartal um elf Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar zurück und auch die Kosten waren geringer als im Vorjahreszeitraum. Dafür schlugen deutlich höhere Rückstellungen für faule Kredite zu Buche. Die Risikovorsorge war mit 1,4 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch.

Die Bank of America ist im Gegensatz zu Konkurrenten wie Goldman Sachs oder JP Morgan stark im Privatkundengeschäft tätig. Sie leidet damit ähnlich wie die Citigroup unter der gestiegenen Arbeitslosigkeit und der Tatsache, dass US-Bürger nicht nur weniger ausgeben, sondern auch ihre Kredite auszufallen drohen - wofür Banken jetzt höhere Rückstellungen bilden müssen.

Die Citigroup hatte am Vortag für das dritte Quartal einen um 34 Prozent geringeren Gewinn ausgewiesen. Als einer der größten Kreditkartenanbieter der USA spürt die Bank, dass die Kunden ober der gestiegenen Arbeitslosigkeit seltener die Kreditkarten zücken.

JP Morgan hatte am Vortag für das dritte Quartal überraschend einen Gewinnanstieg auf 9,44 Milliarden Dollar ausgewiesen. Analysten hatten einen Gewinnrückgang erwartet. Das Ergebnis der Bank profitierte davon, dass Konzernchef Jamie Dimon (64) weniger Rückstellungen für faule Kredite bilden musste, zudem liefen die Geschäfte im Aktien- und Anleihenhandel für die Investment Bank sehr gut.

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