Mittwoch, 19. Februar 2020

Krisenliteratur Ratgeber zum Crash

Expertise zur Finanzkrise ist gefragt. Auf der Frankfurter Buchmesse stellen zahlreiche Autoren ihre Veröffentlichungen zu den Turbulenzen an den Märkten und den dahinter stehenden Ursachen vor. manager-magazin.de gibt einen Überblick.

Frankfurt am Main - Die Krise als Chance für Sachbuchautoren: Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten sorgen für steigende Nachfrage nach Büchern zum Thema. Gefragt ist alles, was direkt oder indirekt mit dem Debakel zu tun hat, heißt es bei Verlagen auf der Frankfurter Buchmesse. Titel wie "Achtung - Geld in Gefahr. Wie wir jetzt unser Einkommen und Vermögen schützen", "Gold - Die Währung der Zukunft" oder auch das "Bankenhasserbuch" bedienen den Zeitgeist und versprechen Transparenz und Aufklärung.

In "Endlich Klartext" wirft Folker Hellmeyer einen Blick hinter die Kulissen des Finanzsystems. "Inwieweit darf man volkswirtschaftlichen Daten aus den USA überhaupt noch glauben?" fragt der Chefanalyst der Bremer Landesbank und fordert dazu auf, sich mehr in Märkte und Demokratie einzumischen.

Auch Starinvestor George Soros beschreibt die Ursachen des Debakels, die gravierenden Fehler der Banken und erläutert, warum die Krise noch längst nicht ausgestanden ist. Guten Absatz versprechen in diesen Zusammenhang auch Bücher zu Risikomanagement und Stressbewältigung.

In "Crash" geben die "FAZ"-Redakteure Gerald Braunberger und Benedikt Fehr Einblicke in die Historie von Finanzkrisen, in "Geld in Gefahr" erläutern Martin Hüfner und Heiner Sieger, wie man sein Geld in Sicherheit bringt.

William Bonner und Lilia Rajiva schreiben in "Das Massensyndrom" über das Überleben in wirtschaftlichen und politischen Krisen mit Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart. Sie erläutern, warum es gut ist, gegen den "Herdentrieb" zu handeln und auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

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