Montag, 27. Januar 2020

Urlaub auf vier Rädern im Trend Reisemobile werden immer luxuriöser

Caravaning im Trend: Luxus auf vier Rädern
TMN / Niesmann + Bischoff

Die Caravaningbranche steuert 2017 auf ein weiteres Rekordjahr zu. Nachdem 2016 mit einem Gesamtplus von über 16 Prozent bei den Neuzulassungen das beste Ergebnis seit 25 Jahren erzielt wurde, deutet das erste Quartal 2017 erneut auf Bestwerte hin: "Bei den Reisemobilen rechnen wir mit einem Plus von 10 Prozent, bei den Caravans um 5 Prozent", sagt Marc Dreckmeier vom Caravaning Industrie Verband (CIVD). Die Nachfrage ist so groß, dass die Hersteller teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Am beliebtesten seien nach wie vor kompakte Fahrzeuge in Verbindung mit Komfort. "Vor allem der Kastenwagen ist ein Erfolgsmodell, und der ist gerade bei jungen Käufern sehr beliebt", so Dreckmeier. Vorteil dieser Modelle sei, dass sie oft auch im Alltag gut genutzt werden könnten und vergleichsweise billig seien.

Heiko Paul vom Fachmagazin "Reisemobil international" bestätigt diesen Trend. "Auch die noch kleineren Campingbusse wie zum Beispiel von VW boomen ohne Ende." Preislich jedoch seien hier bei entsprechender Motorisierung und Ausstattung auch schnell 60.000 Euro erreicht. Die Kastenwagen auf Basis des Fiat Ducato, Peugeot Boxer oder Citroen Jumper gibt es bereits ab rund 40.000 Euro. Der neue Karmann Dexter 580 etwa kostet knapp 45.000 Euro.

Weitere Trends im Überblick:

- Teilintegrierte Wohnmobile: Zu den wichtigsten Neuheiten bei diesen Modellen, bei denen der Fahrgastbereich eines Basisfahrzeuges um den Wohnbereich ergänzt wird, zählt Paul das Weinsberg-Modell Pepper, das für knapp unter 50.000 Euro in den Handel kommt. Günstige neue Einsteigermodelle in dieser Preisklasse gibt es zudem von Bürstner, Dethleffs, Carado, Sunlight, Forster, Adria oder Sun Living. Am anderen Ende der Fahnenstange liegt der Smove von Niesmann + Bischoff, der fast 79.000 Euro kostet.

- Integrierte Wohnmobile: Eine ähnliche Bandbreite gibt es bei den integrierten Wohnmobilen, bei denen der Fahrgastraum vollständig in das Fahrzeug und damit den Wohnbereich integriert ist. Neue Modelle haben unter anderem Carado, Sunlight, Dethleffs oder Bürstner im Programm. "Die sind alle ordentlich verarbeitet, gehen bei etwa 58.000 Euro los und sind in vielen Grundrissen lieferbar", sagt Paul. Zur oberen Mittelklasse zählen die Hymer B-Klasse und der Carthago Chic. "Hier ist der Bauaufwand hervorzuheben, denn diese Modelle liegen dank umfassendem Leichtbau noch unter 3,5 Tonnen, was für die Führerscheinklasse wichtig ist", so Paul. Denn Besitzer des Pkw-Führerscheins B müssen bei einem Reisemobil ab einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen einen Lkw-Führerschein haben. Bei der alten Klasse 3 hingegen liegt diese Grenze erst bei 7,5 Tonnen Gesamtgewicht.

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