Freitag, 22. November 2019

Anteilstausch und Kooperation fürs Autonome Fahren Toyota und Suzuki rücken noch enger zusammen

Man versteht sich: Im Oktober 2016 verkündeten der Toyota-Präsident Akio Toyoda (l) and Suzuki Motor-Chef und Chairman Osamu Suzuki den Beginn einer Partnerschaft. Jetzt sind die zwei japanischen Autobauer eine gegenseitige Kapitalbeteiligung eingegangen

Toyota will gemeinsam mit dem heimischen Kleinwagenspezialisten Suzuki Motor Technologien für autonomes Fahren entwickeln. Die beiden Konzerne einigten sich auf eine gegenseitige Beteiligung, wie Toyota am Mittwoch bekanntgab. Demnach übernimmt Toyota einen Anteil von 4,94 Prozent an Suzuki zum Wert von rund 96 Milliarden Yen (rund 818 Millionen Euro), während Suzuki Aktien an Toyota im Wert von 48 Milliarden Yen erwerben will.

Beide Unternehmen hatten sich bereits im Februar 2017 auf die Aufnahme von Verhandlungen über eine Kooperation im Bereich von Umwelt-, Sicherheits- und Informationstechnologien geeinigt.

Der Volkswagen-Rivale Toyota ist Japans größter Autobauer. Suzuki ist vor allem auf Kleinwagen spezialisiert und im Export von Motorrädern stark. Im Jahr 2016 hatte Suzuki mit einer Schadenersatzzahlung den Schlussstrich gezogen unter eine verunglückte Kooperation mit VW von 2009 bis 2011.

Autobauer suchen vermehrt nach Partnerschaften, weil sie wegen strengerer Umweltvorgaben mit steigenden Entwicklungsausgaben für neue Technologien rechnen. Zur Toyota-Gruppe gehören auch der heimische Kleinwagenhersteller Daihatsu sowie der japanische Nutzfahrzeughersteller Hino Motors.

rei/dpa-afx

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