Freitag, 18. Oktober 2019

Kurioses von RM Sotheby's 17 oder 70 Millionen - Porsche-Auktion platzt nach Bühnenpanne

RM Sotheby's patzt bei Versteigerung: So sieht der Porsche Typ 64 mit 40 PS aus
Jack Schroeder/ Courtesy of RM Sotheby's

Die Eckdaten lesen sich geschichtsträchtig: Der letzte Porsche Typ 64, Baujahr 1939 - das erste Auto, das den Porsche-Schriftzug trug und die Tradition des Herstellers als Sportwagenbauer begründete. Entsprechend elektrisiert war die Sammlerszene, als an diesem Wochenende in Monterey im US-Bundesstaat Kalifornien dieses besondere Auto unter den Hammer kam.

20 Millionen Dollar oder mehr standen als Kaufpreis im Raum. Doch statt des möglichen Rekordverkaufs entwickelte sich eine kuriose Auktionssituation, die sicher noch einiger Erklärung aus dem renommierten Haus RM Sotheby's bedarf.

Was war passiert? Als der Auktionator das Startgebot verkündete (13 Millionen Dollar), zeigte der Bildschirm hinter ihm fälschlicherweise 30 Millionen Dollar an. Beim folgenden Gebot 40 statt 14 und so weiter. Im Raum brach hörbar Unruhe aus, hier schienen gerade sämtliche Rekorde zu purzeln. Erst als der Bildschirm 70 Millionen anzeigte, merkten die Verantwortlichen offenbar, welcher Fehler sich da eingeschlichen hatte. Sie stellten klar, dass 17 Millionen aufgerufen waren. Das Publikum quittierte die Verwirrung mit Buhrufen.

Der Wagen bleibt auf dem Markt

Im Internet wird nun spekuliert, wie dem Haus so etwas passieren konnte. Die Möglichkeit, dass es sich um einen Scherz oder PR-Stunt gehandelt haben könnte, wies RM Sotheby's zurück: "Vielmehr handelt es sich um ein unglückliches Missverständnis, das durch die Aufregung im Raum verstärkt wurde", hieß es in einer Stellungnahme. Auf den Aufnahmen ist nicht klar zu hören, ob der Auktionator "thirty" oder "thirteen" sagt, also dreißig oder dreizehn. Er scheint selbst einzuräumen, dass seine Aussprache für Verwirrung sorgt. Offenbar hatte die Person, die den Bildschirm bedient, dasselbe Problem.

In jedem Fall endeten die Gebote schließlich bei 17 Millionen Dollar. Das lag unter dem Mindestpreis, den der Besitzer für das Stück Automobilgeschichte festgelegt hatte. Der Porsche ist somit nicht verkauft und noch zu haben.


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Die Reaktionen in der Fachwelt sind allerdings eindeutig. Bei Twitter und Instagram ist der Spott groß - aber auch die Enttäuschung über das Vorgehen des Auktionshauses. "Was für ein Witz", zitiert Bloomberg den Sammler Johnny Shaughnessy, der in Monterey dabei war. "Damit haben sie ihre Glaubwürdigkeit verspielt."

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