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Mille Miglia: Die Fahrer

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Mille Miglia Vorstände in voller Fahrt

An diesem Donnerstag startet wieder eines der schönsten Oldtimer-Rennen der Welt: die Mille Miglia in Italien. Mit dabei sind neben Rennfahrern und Schauspielern auch jede Menge Manager und Vorstände. manager magazin online stellt einige von ihnen vor.

Brescia - Der Lack glänzt, das Chrom blitzt und die Motoren heulen. Wir befinden uns nicht auf dem Formel-1-Parcours, wo die Rennfahrer ihre Wagen ohrenbetäubend aufkreischen lassen. Nein, in Brescia geht es wesentlich langsamer zu. Hier stehen Schmuckstücke aus dem vergangenen Jahrhundert - Oldtimer von 1926 bis 1957. Alle startbereit für die Mille Miglia.

"Das Besondere an der Mille Miglia ist vor allem die Atmosphäre", schwärmt Klaus Dräger, BMW-Vorstand für Entwicklung, gegenüber manager-magazin online. "Kaum ein anderes Classic-Event wird derart von der Bevölkerung mitgetragen und zelebriert."

Daimler-Vorstand Wilfried Porth, der bei der Mille Miglia einen champagnerfarbenen Mercedes-Benz SS fährt, sieht in dem Rennen eine "herausragende Legende der Motorsportgeschichte" und eine "wunderbare Herausforderung". "Mich fasziniert es jedes Mal, wie sehr man sich hier in die Zeit zurückversetzen und erleben kann, wie sich die mutigen Rennfahrer damals gefühlt haben mussten", sagt er.

Tatsächlich zählt die Mille Miglia zu den schönsten und wichtigsten Ereignissen in der Oldtimer-Szene. Die Leser des Magazins "Motor Klassik" entschieden jüngst, dass das Rennen in Italien das Event des Jahres sei, noch vor dem "Goodwood Festival of Speed" in Großbritannien und dem "Oldtimer Grand Prix" auf dem Nürburgring. Auch wenn die Abstimmung sich Jahr für Jahr unterscheiden mag, eines ist wohl sicher: "Die Mille Miglia führt durch die schönsten Regionen Italiens und auch das unterscheidet sie von anderen Oldtimer-Rallyes", bringt es Dräger auf den Punkt. Auch Daimler-Vorstand Thomas Weber konstatiert gegenüber manager magazin online: "Ich bin schon oft bei der Mille Miglia mitgefahren - dieses Jahr schon das fünfte Mal in Folge. Die Atmosphäre dieser faszinierenden Zuverlässigkeitsfahrt ist einfach einmalig.

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Oldtimerrennen: Chromjuwelen auf der Strecke

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Die Geschichte der Mille Miglia geht indes auf das Jahr 1927 zurück. Damals wurden die Rennwagen auf die 1000 Meilen lange Strecke quer durch Norditalien geschickt. Start und Ziel: Brescia, nahe Mailand. Zwei schwere Unfälle im Jahr 1957 führten dazu, das Rennen einzustellen, 20 Jahre später wurde die Mille Miglia jedoch wieder aus der Taufe gehoben - nicht für Profi-Rennfahrer und ihre schnellen Autos, sondern für Liebhaber alter Wagen - und für Genießer. Mitfahren dürfen seitdem nur Wagen, die in den ersten 30 Jahren des Rennens am Start waren.

Die "neue" Mille Miglia hat sich seitdem zum Magneten für Sammler und Oldtimerfans entwickelt. Teilnehmer- und Zuschauerzahlen wachsen stetig, mittlerweile schicken Auzomobilhersteller ihre Oldtimer-Sammlungen auf die Strecke. So tritt in diesem Jahr BMW mit sieben Fahrzeugen an. Auch der Daimler-Konzern, der zu den offiziellen Sponsoren gehört, und Volkswagen mit den Marken Bentley, Porsche und Bugatti sind mit ihren Flotten unterwegs.

Vorstände und Prominente auf der Überholspur

Laut der vorläufigen Teilnehmerliste haben sich in diesem Jahr 445 Fahrer angelmeldet. Unter der illustren Schar finden sich Schauspieler, Rennfahrer und Manager. Oscar-Preisträger Jeremy Irons und Schauspielerkollege Adrien Brody sind dabei, genauso Rennsportlegende Jacky Ickx.

Aus Deutschland fahren unter anderem Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, Bentley-Chef Wolfgang Schreiber und sein Vorstandskollege Rolf Frech mit, ebenso wie die Daimler-Vorstände Thomas Weber und Wilfried Porth, Vermögensexperte Andreas Pohl, Bahnchef Rüdiger Grube und Mietwagenkönigin Regine Sixt. BMW-Vorstand Dräger musste dagegen kurzfristig absagen.

Die Mille Miglia gilt als ein gemütliches Rennen. Morgens geht es gegen sieben Uhr für den ersten Wagen los, mittags ist das Ziel bereits erreicht. Die Tour führt über schmale Straßen, durch kleine Dörfer und historische Altstädte. Übernachtet wird neben Brescia in Abano Montegrotto, Rom und Bologna.

7000 Euro pro Wagen kostet die Teilnahme, heißt es auf der Website. Doch wird längst nicht jeder zugelassen, der sich bewirbt. Geschafft hat es in diesem Jahr zum wiederholten Male Ex-RWE-Chef Jürgen Großmann, darüber hinaus findet man Ex-Opel-Chef Carl-Peter Forster, Ex-Bertelsmann-Vorstand Arnold Bahlmann und Werbeagenturgründer Jean Remy von Matt auf der Liste.

Während hier Wirtschaftsprominenz, Stars und Sternchen um die Plätze buhlen, sich beim Lunch zum Stelldichein treffen, laben sich die vielen Tausend Zuschauer indes an den historischen Chromstücken - und werfen ganz nebenbei einen Blick auf zeitgenössische Wagen, die an der einen oder anderen Stelle im Laufe der Rennstrecke präsentiert werden oder begleitend mitfahren.

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