Montag, 22. Juli 2019

Straßengebühr in Manhattan für Autos und Lastwagen New York beschließt erste Städte-Maut in den USA

Vielleicht künftig öfter mit dem Taxi nach Manhattan statt mit dem eigenen Auto?

Chronisch verstopfte Straßen in Manhattan - eine Maut für Autos und Lastwagen soll ab 2021 dieses Problem zumindest lindern. New York wäre damit die erste Stadt in den USA, die eine Mautgebühr verlangt.

Als erste Stadt in den USA wird New York eine Mautgebühr für Autos und Lastwagen einführen. Das Parlament des Bundesstaates New York stimmte am Montag dafür, die Maut spätestens ab Ende 2021 in Manhattan zu erheben. Damit sollen die chronisch verstopften Straßen der Millionenmetropole entlastet werden. Die Einnahmen sollen der New Yorker U-Bahn zugute kommen.

Die Höhe der Innenstadt-Maut wurde noch nicht festgelegt. Sie dürfte bei Autos bei mindestens zwölf Dollar pro Tag liegen, bei Lastwagen bei mindestens 25 Dollar.

Der im November wiedergewählte demokratische Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hatte sich ebenso für die Mauteingesetzt wie Umweltaktivisten. Kritiker argumentieren, die Maßnahme treffe vor allem Pendler aus dem Umland, die weit entfernt von öffentlichen Verkehrsmitteln leben. Für viele Brücken und Tunnel, die nach Manhattan führen, müssen bereits Mautgebühren bezahlt werden. Die neue Innenstadt-Mautkommt oben drauf.

Die USA haben traditionell auf den Autoverkehr gesetzt und den öffentlichen Nahverkehr vernachlässigt. Die New-York-Mautkönnte Vorbild für andere Metropolen wie Los Angeles und San Francisco werden, die ebenfalls mit vielen Staus zu kämpfen haben.

rei/afp

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