Mittwoch, 13. November 2019

Wechselfrist bei Autoversicherung bis Ende November Kfz-Versicherung - so sparen Sie Geld

Kfz-Versicherung: Nicht nur bei Hochwasser sinnvoll

Wer bei der Kfz-Versicherung nächstes Jahr Geld sparen will, kann in der Regel bis Ende November wechseln. Dann enden die meisten Kündigungsfristen. Vor diesem Schritt gilt es aber, einige Aspekte verschiedener Policen zu vergleichen.

Warum lohnt sich jetzt ein Vergleich?

Es gibt teils große Unterschiede zwischen den Angeboten, besonders zum Ende der Wechselsaison senken Versicherer zwecks Neukundenwerbung oft die Preise. Gleichzeitig wird nach Angaben des Autoclubs AVD der Schutz für Bestandskunden im zweiten Vertragsjahr oft teurer. Das Vergleichsportal Check24 warnt zudem vor "versteckten" Erhöhungen: Demnach senken manche Anbieter die Beiträge zum Jahreswechsel nicht so deutlich, wie es die Schadenfreiheitsklasse unfallfreier Fahrer eigentlich vorsehe.

Um zu profitieren, müssen Kunden auch nicht unbedingt wechseln: Wer mit Kündigung droht, dem kommt sein bisheriger Anbieter manchmal schon mit "Treuerabatten" entgegen. In jedem Fall sollte beim Versicherungsvergleich mehr als nur ein Portal genutzt werden.

Welche Police ist nötig: Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko?

Die Haftpflichtversicherung ist vorgeschrieben. Sie deckt aber nur Schäden an fremden Autos oder Personen ab. Wer Schäden am eigenen Auto versichern will, braucht eine Kaskoversicherung.

Dabei gibt es zwei Varianten: Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen. Erstere decken nur Schäden durch bestimmte Ereignisse ab, die außerhalb der Kontrolle des Fahrers liegen. Dazu gehören zum Beispiel Diebstähle, Wildunfälle und Unwetterschäden. Ein Vollkaskoschutz greift darüber hinaus auch bei selbstverschuldeten Unfällen, außerdem werden Vandalismusschäden übernommen.

Wie hoch sollte die Risikoabdeckung sein?

Autobesitzer sollten neben der Beitragshöhe auch auf einen ausreichenden Versicherungsschutz achten. Die Mindestdeckung von Haftpflichtversicherungen ist gesetzlich definiert. Experten empfehlen jedoch, die Deckungssumme auf mindestens 100 Millionen Euro zu erhöhen. Falls nicht schon im Grundtarif enthalten, kostet das oft nicht viel.

Die Entscheidung für Teil- oder Vollkasko ist dagegen von den persönlichen Umständen abhängig. Bei sehr alten Autos, die ohnehin nicht mehr viel wert sind, kann unter Umständen eine Haftpflicht reichen. Für teurere Autos empfiehlt sich ein Vollkaskoschutz.

Was kostet die Autoversicherung?

Das ist pauschal schwer zu sagen. Der Preis hängt unter anderem von Alter und Beruf des Kunden ab, die dessen Schadensrisiko bestimmen.

Jährlich berechnet die Versicherungswirtschaft zudem das Schadensrisiko aller Autos neu, die entsprechend in sogenannte Typklassen eingeteilt werden. Je öfter und schwerer Unfälle mit dem Wagen eines Typs statistisch sind, umso höher fällt der Beitrag aus. Gleiches gilt für die sogenannte Regionalklasse: Sie bildet das Unfall- und Schadensprofil von Zulassungsbezirken ab - etwa die Häufigkeit von Kfz-Diebstählen, Wildunfällen oder Sturm- und Hagelschäden.

Welche Sonderleistungen sind sinnvoll, welche nicht?

Verbraucherschützern zufolge ist eine separate Versicherung von Insassen überflüssig, weil diese bereits über die Haftpflichtversicherung abgesichert werden. Wenig halten sie auch von Extra-Beiträgen zur Versicherung von Sonderausstattung, die ihrer Meinung nach bei empfehlenswerten Tarifen schon eingeschlossen sein sollte.

Achten sollten Kunden laut "Finanztest" unter anderem aber darauf, dass der Kaskoschutz auch Folgeschäden wie Motordefekte durch Marderbisse abdeckt. Bei Vollkasko ist eine Schadenrückkauf-Option sinnvoll: Dadurch können sich Versicherte auch im Nachhinein noch entscheiden, eine Reparatur selbst zu zahlen, sollten sie sonst beim Schadenfreiheitsrabatt zurückgestuft werden. Die Tester raten auch dazu, grobe Fahrlässigkeit mitzuversichern.

la/dpa

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