Galerie der Autokarosserien Das sind die acht wichtigsten Auto-Typen

Von wegen, Autos sehen alle gleich aus - mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend Aufbau-Varianten für Autos. Und die Auswahl wächst.
Eine Stretchlimousine mit verlängertem Radstand ist etwa der Mercedes-Maybach S 600 Pullman.

Eine Stretchlimousine mit verlängertem Radstand ist etwa der Mercedes-Maybach S 600 Pullman.

Foto: TMN

Kleine Kinder zeichnen Autos fast immer gleich: Vorne die Motorhaube, hinten der Kofferraum und dazwischen die Kabine: "Das ist eine traditionelle Prägung, die uns ein Leben lang begleitet", sagt Design-Professor Lutz Fügener aus Pforzheim.

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So muss beim Stichwort Auto heute jeder erst an eine Limousine denken. Doch dieses Bild ist so überholt wie falsch. Denn bereits seit sich das Auto von der Kutsche emanzipiert hat und es Karosseriebauer gibt, gibt es auch unterschiedliche Aufbauvarianten.

Und die Limousine sei zumindest in unseren Breiten längst nicht mehr die wichtigste, sagt Autoexperte Fügener.

Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Bauarten:

Stufenlos glücklich: Das Fließheck

Praktisch: Beim Fließheck umfasst die Kofferraumklappe oft die Rückscheibe und reicht bis ins Dach - wie hier bei der neuen Opel-Limousine Insignia, die noch im Tarnanzug steckt.

Praktisch: Beim Fließheck umfasst die Kofferraumklappe oft die Rückscheibe und reicht bis ins Dach - wie hier bei der neuen Opel-Limousine Insignia, die noch im Tarnanzug steckt.

Foto: TMN

Die Limousine hat wie in der Kinderzeichnung vier Türen, eine klar abgesetzte Motorhaube und einen separaten Kofferraum. Dabei unterscheidet man zwischen dem Stufen- und Fließheck. Während das Stufenheck eine kurze Kofferraumklappe hat, umfasst sie beim Fließheck oft die Rückscheibe und reicht bis ins Dach.

Das macht das Fließheck zur praktischeren Variante der Limousine, sagt Werner Jöris, der die Entwicklung des neuen Opel Insignia verantwortet und das Stufenheck zugunsten des Fließhecks aus dem Programm gestrichen hat. Eine weitere Spielart dieser Bauform ist die Stretchlimousine mit verlängertem Radstand, die in der Oberklasse auch Pullman genannt wird. "Die Krönung des Limousinenbaus", sagt Mercedes-Designchef Gorden Wagener, der auf Basis der S-Klasse erst vor einem Jahr einen Pullman gezeichnet hat.

Steile Klappe: Der Kombi

Der neue V90 von Volvo. Der Hersteller versteht sich selbst als Erfinder des Kombis

Der neue V90 von Volvo. Der Hersteller versteht sich selbst als Erfinder des Kombis

Foto: TMN

Der Vetter der Limousine ist der Kombi, bei dem das Dach über den Kofferraum hinweg verlängert und mit einer steil stehenden Klappe abgeschlossen wird. Eine praktische Erfindung, die Volvo  für sich reklamiert, wie Pressesprecher Michael Schweitzer erklärt.

Ganz schön schräg: Das Coupé

Der Audi A5 ist ein waschechtes Coupé.

Der Audi A5 ist ein waschechtes Coupé.

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Ähnlich gebaut, aber ohne langen Überhang hinten, ist der Fünftürer oder das kompakte Schrägheck, wie es etwa der VW Golf besitzt. Ebenfalls eine Ableitung der Limousine ist das Coupé, das vielen Designern wie Audi-Mann Marc Lichte als eleganteste Karosserieform gilt.

Es definiert sich in der klassischen Machart über die Beschränkung auf zwei Türen und das schräg beschnittene Dach - egal ob eleganter Limousinen-Ableger oder klassischer Sportwagen.

Es gibt auch Coupés mit vier Türen: Hier etwa der Audi A7.

Es gibt auch Coupés mit vier Türen: Hier etwa der Audi A7.

Foto: TMN
Die kurzlebige Idee des Van-Coupé gab es bislang nur in Gestalt des Renault Avantime, der ohne Nachfolger eingestellt wurde.

Die kurzlebige Idee des Van-Coupé gab es bislang nur in Gestalt des Renault Avantime, der ohne Nachfolger eingestellt wurde.

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Cabrio macht froh: Offenes Coupé

Der Fiat 124 ist ein klassischer Spider. Offene Zweisitzer werden mitunter aber auch Roadster oder Barchetta genannt.

Der Fiat 124 ist ein klassischer Spider. Offene Zweisitzer werden mitunter aber auch Roadster oder Barchetta genannt.

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Offene Coupés mit variablem Dach heißen nach einer Tradition aus dem Kutschbau Cabriolet. Heute hat sich diese Bezeichnung vor allem für Fahrzeuge mit vier oder fünf Plätzen eingebürgert, während man offene Zweisitzer Roadster, Spider oder Barchetta nennt.

Eine Sonderform ist das repräsentative Landaulet, bei dem nur die Hinterbänkler unter freiem Himmel sitzen, nicht aber der Chauffeur.

Cabrio aus dem Bilderbuch: Der BMW 4er in der offenen Version.

Cabrio aus dem Bilderbuch: Der BMW 4er in der offenen Version.

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Arbeitstier: Der Geländewagen

Neuer Pick-up von Mercedes: die X-Klasse soll Arbeitstier und Lifestyle-Laster in einem sein.

Neuer Pick-up von Mercedes: die X-Klasse soll Arbeitstier und Lifestyle-Laster in einem sein.

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Neben diesen Pkw-Grundtypen haben sich Aufbauvarianten mit Nutzfahrzeug-Ursprung etabliert: Der Geländewagen als Auto fürs Grobe, der Van mit Transporter- und Kleinbuseigenschaften sowie der Pick-up.

Als rustikaler Geländewagen mit offener Ladepritsche sei letzterer zugleich Arbeitstier und Lifestyle-Laster, sagt Volker Mornhinweg, der als Spartenchef von Mercedes Vans mit der X-Klasse gerade in diesem Segment startet.

Kein Zweifel: Beim Jeep Compass handelt es sich um einen Geländewagen.

Kein Zweifel: Beim Jeep Compass handelt es sich um einen Geländewagen.

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Kreuzungen auf der Kreuzung: Crossover-Modelle

Kreuzt man Coupé und Kombi, kommen sogenannte Shooting Breaks mit zwei oder vier Türen heraus: Hier der Mercedes-AMG CLA 45.

Kreuzt man Coupé und Kombi, kommen sogenannte Shooting Breaks mit zwei oder vier Türen heraus: Hier der Mercedes-AMG CLA 45.

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Über viele Jahrzehnte war das Angebot mit den Grundtypen hinlänglich beschrieben. Doch mit modularen Fahrzeugarchitekturen und flexiblen Produktionssystemen ließen sich immer schneller immer mehr Varianten einer Baureihe auflegen, erklärt der Automobilwirtschaftler Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach.

"Um sich noch stärker von der Konkurrenz abzuheben und den Kundenwunsch besser zu treffen, haben die Hersteller deshalb zahlreiche einzelne Stilarten kombiniert und mit sogenannten Crossover-Modellen neue Fahrzeuggattungen aus der Taufe gehoben."

Der Geländekombis

Der Geländekombi Audi Allroad ist eine Kreuzung aus Geländewagen und Kombi.

Der Geländekombi Audi Allroad ist eine Kreuzung aus Geländewagen und Kombi.

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Aus der Kreuzung von Geländewagen und Kombi wurden deshalb Geländekombis wie der Audi Allroad oder der Volvo CrossCountry. Es gibt viertürige Coupés wie den Mercedes CLS oder den Audi A7, die sich von der Limousine nur durch Türen ohne Scheibenrahmen oder die fließende Dachlinie unterscheiden.

Kreuzt man Coupé und Kombi, kommen sogenannte Shooting Breaks mit zwei oder vier Türen heraus. Und mit dem BMW X6 hat die Coupé-Welle auch den Geländewagen erreicht und die Gattung des SUV-Coupé begründet.

Mit dem X6 hat BMW die Gattung des SUV-Coupé begründet - und aktuell mit der Studie X2 (im Bild) nachgelegt.

Mit dem X6 hat BMW die Gattung des SUV-Coupé begründet - und aktuell mit der Studie X2 (im Bild) nachgelegt.

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Das SUV-Cabrio

Der Range Rover Evoque ist ein Beispiel für ein SUV-Cabrio.

Der Range Rover Evoque ist ein Beispiel für ein SUV-Cabrio.

Foto: TMN

Die kurzlebige Idee des Van-Coupé gab es bislang nur in Gestalt des Renault  Avantime, der ohne Nachfolger eingestellt wurde. Eine relativ neue oder wiederentdeckte Aufbauvariante ist das SUV-Cabrio. Bei Autos wie dem Willys Jeep oder dem Wrangler aus der Not geboren, feiert sie nun etwa beim Range Rover Evoque Cabrio ihr Comeback.

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