Konkurrenz durch digitale Mitfahrzentralen Trendwende bei Fernbussen? Zahl der Fahrten sinkt

Zäh: Der Fernbus-Markt wächst Anfang 2016 nicht mehr.

Zäh: Der Fernbus-Markt wächst Anfang 2016 nicht mehr.

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa

Der rasant gewachsene Fernbusmarkt in Deutschland ist nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Iges spürbar geschrumpft. Im ersten Halbjahr sank die Zahl der Fahrten und der Linien; sie liegt aber noch deutlich über den Vorjahreswerten. "Der Rückgang bei Linien und Fahrten zeigt den Einfluss des Preiskampfes zwischen digitalen Mitfahrzentralen, Fluggesellschaften und der Deutschen Bahn auf den Fernbusmarkt", sagte Matthias Schröter, der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer, am Donnerstag in Berlin. Er kritisierte, dass einige Städte Fernbusterminals in Außenbezirke verlagerten. Auch Stationsgebühren und die Diskussion über eine Maut für Fernbusse schadeten dem Wettbewerb.

Nach der vierteljährlichen Erhebung von Iges, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, gibt es 295 Fernbuslinien. Das sind 31 mehr als vor einem Jahr, jedoch 33 weniger als noch zum Jahresende. Pro Woche gibt es durchschnittlich 4234 Hin- und

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Rückfahrten, 638 mehr als vor einem Jahr, aber 419 weniger als Ende 2015. Zwar war auch Anfang 2015 das Fahrtenangebot gesunken, damals erholte es sich jedoch im Frühling wieder. Die Linienzahl stieg unterdessen weiter

dpa, soc
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