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Schnelldurchlauf: Der Mercedes GLE Plugin-Hybrid in Bildern

Foto: Dieter Rebmann/ Daimler

Mercedes GLE Plug-in-Hybrid im Fahrtest Der Öko-Versöhner aus dem Hause Daimler

Die Plug-in-Hybridvariante des Mercedes GLE ist groß und schwer, aber ökologisch korrekt.

Für den Fahrer sind große SUVs das Gleiche wie zweistellige Millionenvergütungen für Topmanager: eigentlich eine schöne Sache, aber gar nicht gut fürs Image. Radikale Klimaschützer haben die Fahrzeuggattung zum neuen Hassobjekt erklärt, in manchen großstädtischen Vierteln lässt man sich damit lieber nicht blicken. Mercedes tritt nun mit einem Plug-in-Hybrid zur Versöhnung an. Mit 4,90 Meter Länge ist der GLE 350 ein großer und breitbeiniger Bursche, aber mit üppiger Batterie und einem Diesel an Bord recht verbrauchsarm.

Mercedes GLE

320 PS (Mercedes-Benz GLE 350 de 4Matic) VierzylinderPlug-in-Dieselmotor mit
235 kW Systemleistung
29-34 g/km CO2-Emission

Die ungewöhnliche Kombination funktioniert: In der Stadt kommt der Wagen mit vollgeladener 31-Kilowattstunden-Batterie mehr als 80 Kilometer weit, bevor sich der Selbstzünder zu Wort meldet. Auf der Autobahn verbraucht der Schwabe selbst bei leergefahrenem Akku keine acht Liter Diesel auf 100 Kilometer, was in dieser Fahrzeugklasse als enthaltsam gelten darf.

Weil die große Batterie schwer ist, erkauft sich der Wagen den Ökoanspruch mit einem hohen Fahrzeuggewicht von 2,7 Tonnen. Das bekommen Fahrer beim Bremsen und in zügig gefahrenen Kurven zu spüren. Auf längeren Autobahnstrecken spielt der Plug-in-Diesel dagegen seine Trümpfe aus: Die Navigation funktioniert ebenso hervorragend wie die Sprachsteuerung, auch eine Anzeige der lokalen Spritpreise ist zu sehen. Die Assistenzsysteme verrichten effektiv und unauffällig ihre Arbeit, einzig die optische Schildererkennung könnte etwas verlässlicher sein.

Anders als sein direkter BMW-Konkurrent X5 zieht der Benz-Elektrodiesel an Schnellladesäulen zügig Strom. Die Zeit reicht, um einen Snack zu sich zu nehmen, passend zum Ökodiesel empfehlen wir Biokaffee und etwas Vegetarisches.

Verzicht allerdings, die ökologisch korrekteste Variante des Daseins, ist nicht die Domäne des Daimlers. Der Testwagen bietet - für viel Geld – alles, was man mag, und jede Menge Firlefanz. Uns fiel besonders der "Energizing Coach" auf, eine Sesselmassage mit Beduftung, die entspannende Musik mit den Gesundheitsdaten des Fitnessarmbands kombiniert. Die Chinesen sollen solche prestigeträchtigen Spielereien lieben, sparsamere Deutsche hingegen lassen das Häkchen in der Aufpreisliste hier meist weg – selbst bei Millionengehältern.