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BMW X7 in Bildern: Vorstands-Panzer mit Musik-Manko

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Daniel Kraus / BMW

Ausfahrt im BMW X7 Der Verdränger

Der X7 ist die großspurigste Art, um BMW zu fahren. Das kann sehr praktisch sein, außer man will Musik hören.
aus manager magazin 5/2021

Nehmt allen Luxus und Platz des 7er BMW, legt ihn jedoch eine Etage höher – der X7 wirkt so, als sei genau das der Arbeitsauftrag an die BMW-Entwickler gewesen. Das Resultat ist ein SUV-Koloss, der mit 5,15 Metern Länge, 1,80 Metern Höhe und 2,22 Metern Breite (inklusive Außenspiegel) auch als leichter Schützenpanzer durchgehen könnte. Und damit fast alle anderen Fahrzeuge klein aussehen lässt, Mähdrescher, Lastwagen und Busse mal ausgenommen.

BMW X7 xDrive 40d
340 PS
250 kW
173–167g/km O2-Emission

Mit sachlichen Argumenten lässt sich diese Fahrzeugklasse nur für Einsätze der extremeren Art rechtfertigen, etwa wenn es darum geht, die Großfamilie oder den kompletten Firmenvorstand zu einer Berghüttenklausur zu verfrachten. Dies dann aber möglichst luxuriös für bis zu sieben Frauen und Männer. Dann rechnet es sich sogar auch: Mit dem neuen Dieselaggregat hält der Zweieinhalbtonner beim Verbrauch maß: Bei moderater Autobahngeschwindigkeit kam ich im Test mit deutlich unter zehn Litern Sprit je 100 Kilometer aus. Macht pro Person nur gut einen Liter.

Bei Vollbelegung schrumpft der Kofferraum allerdings auf die Ausmaße eines VW Polo-Laderaums. Immerhin lassen sich die Sitze der dritten Reihe elektronisch neigen und bieten auch Erwachsenen reichlich Komfort bei längeren Fahrten. Für den Einstieg sollten die Hinter-Hinterbänkler jedoch Geduld mitbringen: Das elektrische Umklappen dauert länger als das Einrichten einer Zoom-Konferenz.

Der Fahrer hat mit dem Wagen dafür seinen Spaß: Kurven und Bremsmanöver meistert der X7 trotz seines Gewichts souverän, die Unterschiede zwischen den Fahrmodi sind deutlich spürbar, die Federung komfortabel und nicht zu straff.

Die elektronischen Helfer funktionieren mit Ausnahme der Parklückensuche zuverlässig. Bei einem Luxusfeature aber patzte der X7 häufig: Die Sprachsuche von Musikstücken ist alles andere als treffsicher, das beherrscht die jüngste Variante des Mercedes-Bediensystems besser. Um bösen Hörüberraschungen vorzubeugen, sollte vor der Abfahrt ein menschlicher Assistent die gewünschte Playlist programmieren. Nicht dass die Strandbar antwortet, wenn der Berg ruft.

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