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BMW iX3 - das unauffällige E-Auto

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Bernhard Limberger / BMW

Ausfahrt im BMW iX3 Voll normal

Das erste elektrische SUV von BMW gestaltet den Abschied vom Verbrenner so sanft wie eben möglich. Das Elektromobil im Fahrttest.
Von Margret Hucko aus manager magazin 8/2021

Dieser BMW, so verkündet es der Hersteller, soll "eine neue Ära" einleiten. Doch eigentlich ist alles wie immer beim iX3. Das Besondere am ersten elektrischen SUV der Münchener ist: seine Normalität.

Wer vorher schon BMW gefahren ist, fasst sofort Vertrauen. Das zentrale Display begrüßt mich wie der Pförtner meines Arbeitgebers mit einem Willkommensgruß, und der Innenraum wirkt so vertraut wie das eigene Einzelbüro: Seit Jahrzehnten gehören das leicht zum Fahrer geneigte Armaturenbrett oder die gut konturierten Sitze zum Standardrepertoire, im Testwagen sind sie aus cognacfarbenem Leder. Dank großem Panoramadach scheint im Auto oft die Sonne, Stimmungsaufhellung ist also inkludiert.

Der iX3 schafft es, den Abschied vom Verbrennermotor sanft zu gestalten, was gelegentlich auch Kritik hervorruft. Bemängelt wird, dass der Wagen auf einer konventionellen Plattform steht – wirkliche Nachteile konnte ich im Alltag allerdings keine feststellen. Platz ist reichlich vorhanden, nur der Kofferraum ist fast 10 Prozent kleiner, um Platz für die Batterie zu schaffen. Ich bringe das Auto in den Sportmodus, einem von mehreren wählbaren Fahrmodi. Nach dem Druck auf das Gaspedal surrt das 2,3 Tonnen schwere Fahrzeug dann leichtfüßig los. BMW bewahrt sich im Elektrozeitalter den Anspruch, Freude am Fahren zu bieten: Für die Bayern bedeutet dies Hinterradantrieb und ein straffes Fahrwerk.

Heckantrieb Elektromotor
286 PS
210 kW

Der Wagen lässt sich trotz höheren Gewichts fast so sportlich bewegen wie sein Verbrennerbruder. Selbstverständlich an Bord sind die üblichen technischen Helferlein wie ein Spurhalteassistent oder Abstandsradar. Der iX3 erkennt auch rote Ampeln und stoppt automatisch an der dafür vorgesehenen Linie oder zeigt sie – bei schwierigeren Verkehrssituationen – zumindest im Head-up-Display an.

Offiziell reicht die Batterie für knapp 460 Kilometer, in der Praxis sind es mindestens 100 Kilometer weniger. Besonders dann, wenn das Auto im Sportmodus unterwegs ist oder sich auf der Autobahn gar dem eingebauten Tempolimit von 180 Stundenkilometern nähert. Hier findet die Normalität dann ihre Grenzen.

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