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Porsche 911 Turbo S Cabrio in Bildern: Frischluftvergnügen, knochenhart

Foto: Rossen Gargolov/ Porsche

Porsche 911 Cabriolet Echter Sport

Mit dem neuen 911er-Cabrio baut Porsche das schnellste Gefährt einer darbenden Gattung. Bei der Bequemlichkeit gibt es noch Luft nach oben.
aus manager magazin 8/2020

Frische Luft während der Fahrt? Darauf haben immer weniger Deutsche Lust, die Zahl der Cabriozulassungen schrumpft seit Jahren. Porsche macht das natürlich nichts, also ist seit ein paar Wochen das neue 911er-Turbo-S-Cabrio auf dem Markt. Für die Traditionalisten, denen der E-Porsche Taycan zu viel des Aufbruchs ist, bietet das Modell gleich ein paar Momente des Triumphs.

Im direkten Sprintvergleich, der entscheidenden Sportwagendisziplin, lässt der Wagen die allermeisten E-Antriebe hinter sich: Überholmanöver auf der Landstraße meistert der offene 911er ebenso souverän wie Autobahnzwischenspurts jenseits der 180 Stundenkilometer. Abstandswarner und Spurhalteassistenten verrichten dabei verlässlich ihre Dienste, die Spracherkennung erkennt Navigationsanweisungen präzise und schnell. Selbst für das Verdeck gelten Turbomaßstäbe: Es verschwindet in 15 Sekunden in der Versenkung.

Im Vergleich zu den Vorgängern hat Porsche die Knöpfchenzahl im Innenraum ausgedünnt – was dabei hilft, sich auf das Fahren zu konzentrieren. Das Umschalten auf die Sportfahrmodi per Drehknöpfchen im Lenkrad ist aber ebenso gewöhnungsbedürftig wie unpraktisch.

Ergonomische Minuspunkte gibt es auch für die Tachoanzeige: Die zeigt auf Lenkradknopfdruck zwar eine Fülle von Informationen an. Die elektronische Tankuhr ganz rechts lässt sich aber nur mit Kopfverrenken ablesen, egal in welcher Position sich das Volant befindet.

Steckbrief Porsche 911er-Cabrio

650 PS (Porsche-911- Turbo-S-Cabrio) Sechszylinder-Boxermotor
478 kW Systemleistung
257 g/km CO2-Emission

Immerhin konzedieren die Porsche-Ingenieure, dass man mit dem Cabrio hin und wieder auch in die Untiefen der Innenstadt abtauchen muss: Die Front des Wagens lässt sich per Knopfdruck leicht anheben, was das schrammenfreie Einparken auf Bordsteinen erleichtert.

Ansonsten ist die Federung des Wagens aber ebenso kompromisslos wie die Motorisierung: Selbst in Normaleinstellung bleibt sie gnadenlos hart. Lange Strecken werden so mit dem 911er-Cabrio zwar zum frischluftigen und schnellen, aber rückenergonomisch durchaus anspruchsvollen Vergnügen. Traditionalisten stört das natürlich kaum. Die steigen auch mit schmerzendem Kreuz stolz aus ihrem Sportcabriolet.

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