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Ferrari Roma in Bildern: Dolce Vita mit hakeligem Infotainment

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Ferrari

Ausfahrt im Ferrari Roma Lauter leben mit dem "Dolce Vita"-Ferrari

Der Ferrari Roma sieht gut aus und fährt sich so aufregend wie unkompliziert. Einige digitale Features enttäuschen aber.
Von Wilfried Eckl-Dorna aus manager magazin 2/2021

Ferrari will Ferrari bleiben, aber mehr Autos als früher verkaufen – wie soll das gehen? Zum Beispiel mit dem Roma, der auch Kunden von Porsche oder Aston Martin gefallen könnte und, glaubt man den Werbern der Traditionsmarke, "nuova dolce vita" auf die Straße bringe. Übersetzt in den Alltag heißt das beispielsweise: eine etwas höhere Sitzposition und so viel Kopffreiheit, dass auch zwei Meter große Menschen den Wagen steuern können. Im Fond können Kinder bequem mitfahren, sofern sie klein sind. Dazu kommt ein für Ferrari-Verhältnisse sensationell großer Kofferraum von 272 Litern Volumen. Das reicht für zwei Golfbags oder, falls das jemand braucht, ein rundes Dutzend Fußbälle.

3,8-Liter-Achtzylindermotor mit
620 PS,
456 kW Leistung,
234 g/km CO2-Emission

Seine Charakterstärken spielt der Roma bei Design und Antrieb aus. Das Metallkleid ist vielleicht nicht klassisch Ferrari, aber trotzdem schön geformt: Die sanft geschwungene GT-Form mit haifischartig zugespitzter Schnauze und breitem Heck samt schmalen Rücklichtern sorgt für einen energischen Auftritt. Der wird verstärkt durch den kernigen Sound des Motors, der klingt, als habe Ferrari sich die Schalldämpfer gleich komplett gespart. Der Biturboachtzylinder rast per Schaltpaddel durch die Gänge und das auch noch mit viel Reserven jenseits von 200 Stundenkilometern.

Trotz möglicher hoher Kurvengeschwindigkeiten ist der Wagen erstaunlich angenehm gefedert, selbst Kopfsteinpflaster meistert er ohne heftige Bandscheibenstöße. Ein Abstandsradar sorgt dafür, dass der Roma auch im Alltagsstau entspannt mitschwimmt.

Das digitale Armaturenbrett lässt sich gut ablesen, doch hier und da hapert es bei Ferrari mit digitalen Features. Die Spracheingabe von deutschen Verkehrszielen funktionierte beim Testwagen gar nicht, die Anbindung des Mobiltelefons per Apple Carplay nur gelegentlich. Der Bildschirm in der Mittelkonsole reagiert teils langsam und nur auf beherzten Druck. So kostet das Einstellen der Radiolautstärke via Touchscreen richtig Mühe. Da wäre ein simples Lautstärkedrehrad sicherlich die bessere Entscheidung gewesen.

Weggelassen hat Ferrari nicht nur viele Knöpfe im Cockpit, sondern auch eine anderswo übliche Anzeige: Angaben zum Durchschnittsverbrauch. Ferraristi tanken halt, was sie brauchen.

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