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Die facegeliftete Wuchtbrumme Bentley Bentayga in Bildern

Foto: PR

Ausfahrt im aufgefrischten Bentley Bentayga Pompöser Luxus-Brocken

Bentley hat seinen Bentayga aufgefrischt: Ein echter Luxusliner, der aber robustes Selbstbewusstsein erfordert.

Unauffällig durchs Land rollen – diese Disziplin beherrschte Bentley noch nie. Insofern, Zeitgeist hin oder her, passte es gut ins Konzept, sich vor vier Jahren mit einem pompösen SUV auf den Markt zu drängeln, dem Bentayga: besonders breit, besonders üppig motorisiert, umfangreich verchromt und innen mit besonders viel Edelleder ausgeschlagen.

Das Modell wurde zum Bestseller der britischen Luxusmarke, nun hat die VW-Tochter es frisch überarbeitet: Die Hinterseite mit abgerundeten Leuchten fällt etwas unauffälliger und damit sozial verträglicher, die Front dafür noch massiger als bislang aus.

Immerhin zwei Dinge gibt es, die sich nicht nur mit Superlativen beschreiben lassen: Die Infotainmentanzeige in der Mittelkonsole ist mit 10,9 Zoll Diagonale vergleichsweise klein, dafür aber gut ablesbar, und bindet nun Smartphones drahtlos ein. Auch den Motor schrumpft Bentley, zumindest in Europa: Künftig ist der Bentayga auf dem alten Kontinent ausschließlich mit acht Zylindern statt den bisherigen zwölf erhältlich.

Den Fahrspaß trübt das Downsizing nicht, trotz knapp 60 PS weniger bleibt das Spurtvermögen des Wagens beachtlich. Zudem lassen zahlreiche aufgefrischte elektronische Hilfssysteme den Fahrer vergessen, dass er mindestens 2,4 Tonnen Auto bewegt. Selbst in zügig durchmessenen Kurven fühlt sich der Koloss, anders als viele seiner Konkurrenten, wie ein sportliches Fahrzeug an, ruppige Feldwege federt der Bentayga souverän weg. Etwas irritierend ist angesichts der Finesse daher, dass der Spurhalteassistent zum Pendeln zwischen den Fahrbahnlinien neigt.

Ausfahrt: Bentley Bentayga

Achtzylinder-Twinturbomotor (Bentley Bentayga V8) mit 550 PS,
404 kW,
302 g/km CO2-Emission

Überhaupt haben die Bentley-Konstrukteure etwaige Knappheiten konsequent ausgeblendet: Für niedrige Tiefgaragen fehlt ein Ultraschallsensor in der Heckklappe, damit diese nicht zu weit aufschwingt. Der Spritverbrauch ist opulent: Selbst mit zeitweiser Abschaltung von vier der acht Zylinder kommt der Koloss immer auf 14 Liter Super pro 100 Kilometer. Eine Plug-in-Hybrid-Version reichen die Briten zwar nach. Die dürfte aber auch kein Vorbild beim Stromverbrauch werden. Umweltengel-Eigenschaften sind in Bentleys DNA einfach nicht vorgesehen.

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