Montag, 6. April 2020

Autojahr 2013 Mit Vollgas in die Zukunft

Autojahr 2013: Das waren die Highlights
TMN

Was für ein Autojahr: Der Elektroantrieb bekommt doch noch Auftrieb, das Downsizing bei Motoren und Karosserien erreicht neue Dimensionen, und der Autopilot hat im Pkw Platz genommen. Zudem gab es aufregende Modellneuheiten - und einen schmerzhaften Abschied.

Berlin - War das der Anfang vom Ende? Gut möglich, dass wir in 20 Jahren im Auto alle nur noch Passagier sind und die eigentliche Arbeit einem Autopiloten überlassen. Und wenn sich Historiker fragen, an welchem Punkt sie diese Entwicklung festmachen, dann spricht viel für die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2013, als sich Mercedes-Chef Dieter Zetsche von einer S-Klasse ohne Fahrer auf die Bühne chauffieren ließ.

Der Prototyp, der zuvor schon fahrerlos von Mannheim nach Pforzheim rollte, ist eines der Highlights im Autojahr 2013 und steht für den vielleicht wichtigsten Techniktrend des Jahres: "Autonomes Fahren ist keine Utopie mehr, sondern auf dem Weg in die Wirklichkeit", sagt Automobilexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Neben Mercedes arbeiten auch andere Hersteller am Fahren ohne Piloten.

Eine weitere markante Entwicklung des Jahres 2013 war der lange erwartete Auftritt echter Elektroautos, sagt der Kölner Designprofessor Paolo Tumminelli mit Blick auf BMW i3 und Tesla Model S. "So sieht die Zukunft des Automobils aus", ist er überzeugt.

Und Ferdinand Dudenhöffer, Automobilwirtschaftler an der Universität Duisburg-Essen, lobt: "Autos wie der i3 und das Model S sind ein bisschen wie der Unterschied zwischen iPhone und Tastenhandy." Er ist überzeugt, dass solche E-Autos als neue Premium-Gattung erfolgreich werden.

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