Tag 3 in Teslas Model S Heute wird gekachelt

Auf der letzten Etappe in Teslas Elektroschlitten Model S fragen wir uns heute, ob der Wagen seinen Namenszusatz "Performance" verdient - in hoher Geschwindigkeit geht es gen Norden. Wie lange hält die Batterie das aus? (Wann) müssen wir das Tempo drosseln?
Nils-Viktor Sorge (m.) und Wilfried Eckl-Dorna (r.) mit Porsche-Fahrer Heiner Ahrmann: Heute messen wir den Tesla an den schnellen Filtzern

Nils-Viktor Sorge (m.) und Wilfried Eckl-Dorna (r.) mit Porsche-Fahrer Heiner Ahrmann: Heute messen wir den Tesla an den schnellen Filtzern

Foto: manager magazin online

+++ Freitag, 15.15 Uhr +++

Nach 1302 gefahrenen Kilometern geben wir den Tesla nun ab - inklusive der schicken Schlüssel in Form des Wagens. Danke fürs Mitlesen! Zurück nach Hamburg geht es für uns ebenfalls vollelektrisch - mit dem Zug.

Am Ziel: Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna mit dem Tesla Model S an der Ladestation in Flensburg

Am Ziel: Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna mit dem Tesla Model S an der Ladestation in Flensburg

Foto: manager magazin online

+++ Freitag, 15.07 Uhr +++

Doch der Tesla ist noch längst nicht perfekt und muss sich anpassen. Elon Musk soll zugesagt haben, bei Marktstart in Europa einen ganzen Strauß von Steckern und Adaptern anzubieten. So schnell geht es scheinbar auch nicht mit dem Tesla-eigenen Supercharger-Netzwerk für Europa.

+++ Freitag, 15.00 Uhr +++

So gesehen ist der Tesla der Strom-Streber, der noch nicht so recht zum staatlich verordneten deutschen Elektromobilitäts-Wesen passen will.

+++ Freitag, 14.50 Uhr +++

Diese letzte Episode unseres Trips steht stellvertretend für das, was wir erlebt haben. Das Fahren im Elektroauto ist ein Vergnügen, und im Model S gleitet es sich wie in einem Raumschiff durch Deutschland. Der Mega-Touchscreen informiert den Fahrer zudem perfekt über die Befindlichkeiten des Wagens und hält die Reichweitenangst im Zaum. Das hilft jedoch alles nicht, wenn wir uns durch den deutschen Ladesäulendschungel kämpfen müssen.

+++ Freitag, 14.41 Uhr +++

Erklärung für die Zitterpartie laut Tesla: Der Wagen führt zuerst einen Selbsttest durch, bevor er der Ladestation grünes Licht fürs Stromtanken gibt. Das dauert manchen Ladesäulen zu lange, und sie schalten wieder ab. Nach drei Versuchen hat es zum Glück trotzdem geklappt.

+++ Freitag, 14.40 Uhr +++

Ein bisschen mulmig ist uns zum Schluss schon noch geworden. Dabei hatte das Auto unser volles Vertrauen, im Gegensatz zur Ladesäule ... nach all unseren Erfahrungen ...

+++ Freitag, 14.35 Uhr +++

Die Säule gibt Stoff, sogar 32 statt 16 Ampere! Das Notfallkommando der Stadtwerke muss nicht anrücken. Wir haben es geschafft!

+++ Freitag, 14.24 Uhr +++

Das Kabel passt, der Strom fließt aber leider noch nicht.

+++ Freitag, 14.21 Uhr +++

Jetzt nur noch das richtige Ladekabel ...

+++ Freitag, 14.20 Uhr +++

Und der Parkplatz ist nicht besetzt, wir sind versöhnt.

+++ Freitag, 14.17 Uhr +++

Wir sehen die Säule, lindgrün, wunderschön!

+++ Freitag, 14.15 Uhr +++

Am Busbahnhof, noch 100 Meter, soll sie sein.

+++ Freitag, 14.12 Uhr +++

Nun meldet sich auch das Model S zu Wort und empfiehlt, jetzt zu laden. Genau das haben wir vor. Kollege Sorge fragt sich durch.

+++ Freitag, 14.07 Uhr +++

Wo ist nur die Säule?

+++ Freitag, 14.05 Uhr +++

Die letzten 800 Meter. Dann sind wir Stromjunkies endlich am Ziel. Nie haben wir uns so sehr wie in den letzten Tagen nach großen Steckdosen gesehnt.

+++ Freitag, 14.00 Uhr +++

Gerade haben wir geklärt, wo die Tesla-Leute den Wagen wieder in Empfang nehmen. Offenbar sind die gut informiert, was wir machen. Das wird ja eine Punktlandung, sagt der Techniker. Hoffentlich.

Auf der Zielgeraden

+++ Freitag, 13.55 Uhr +++

Noch 11 Kilometer bis zu Ladesäule der Stadtwerke mit den von gestern bewährten 88 Stundenkilometern. Restreichweite: 15 Kilometer.

+++ Freitag, 13.38 Uhr +++

Wir erinnern uns an die wichtigsten Tipps vom Tesla-Techniker: Tempomat einschalten, Wagen per Touchscreen fast bis runter an den Aspahlt legen, bremsen und beschleunigen vermeiden. Ein BMW X3, den wir grinsend überholt hatten, zieht wieder an uns vorbei.

+++ Freitag, 13.35 Uhr +++

Effizienz ist jetzt auch für uns die Parole. Noch 40 Kilometer bis zum Ziel und 45 Kilometer Reichweite. Hoffentlich verfahren wir uns jetzt nicht noch.

+++ Freitag, 13.30 Uhr +++

Für Fahrer, denen 120, 130 Sachen für weitere Strecken ausreichen, dient das Model S als echte Effizienzmaschine mit Luxus-Qualitäten. Fahrtkosten von 5 Cent pro Kilometer sind von Verbrennern nicht zu schlagen. Zumindest nicht in dieser Fahrzeugklasse.

+++ Freitag, 13.25 Uhr +++

Damit ist das Auto faktisch ein Sportwagen im Limousinengewand. Der schnelle Ausflug ans Meer, die Stippvisite in die nächste Großstadt - bei solchen Einsätzen brilliert der 2,2- Tonnen-Wagen mit einer unwirklichen Leichtigkeit und unbändiger Kraft.

+++ Freitag, 13.20 Uhr +++

Klar ist schon jetzt: Wer mit einem Auto stundenlang über die Autobahn rasen will, ist mit dem Tesla Model S nicht gut bedient. Auf den ersten 200 Kilometern jedoch sticht er Limousinen vom Schlag eines BMW 5er oder eines Audi A6 locker aus.

+++ Freitag, 13.15 Uhr +++

Aber irgendwie muss das doch zu schaffen sein. Also: Alle Verbaucher wie Klimaanlage ausschalten, Range Modus einschalten, Tempo drosseln.

+++ Freitag, 13.05 Uhr +++

Wer schnell fährt, kommt später an - was gemeint ist, wird und immer deutlicher. Wir haben jetzt die Wahl - entweder schnell fahren und zwischenladen oder gemäßigt bis Flensburg. Bis dorthin sind es 86 Kilometer, Restreichweite bei unserem Fahrverhalten der letzten 50 Kilometer 72 Kilometer.

+++ Freitag, 12.54 Uhr +++

Mühsam arbeiten wir uns wieder auf 150 hoch. Doch wie schon im Stau vor Frankfurt am ersten Tag unserer Tour wünschen wir uns dringend eine eigene Elektroauto-Spur - angesichts all der behäbigen Überholmanöver anderer Verkehrsteilnehmer hier. Gleich sind wir bei Neumünster.

+++ Freitag, 12.45 Uhr +++

So ein Tempolimit ist ja eine zweischneidige Sache. Irgendwie hält es doch mächtig auf, aber es ist schon drastisch, wieviel Saft das gemäßigte Fahren spart. Der Effekt ist im Elektroauto viel deutlicher zu spüren als im Verbrenner. Und es gilt ja sogar nach den Worten von Elektroauto-Pionier Hansjörg von Gemmingen Hornberg: Wer langsam fährt kommt früher an. Der Spruch gefällt uns derzeit aber irgendwie nicht.

+++ Freitag, 12.33 Uhr +++

Jetzt ist erstmal Schleichen angesagt. Stau in Hamburgs Norden. Müssen ausgerechnet heute alle zum Möbelhaus?

+++ Freitag, 12.27 Uhr +++

Es geht durch den Elbtunnel, immer noch Sparfahrt. Der Akku ist halb leer.

+++ Freitag, 12.24 Uhr +++

Tempolimit und Verkehr zwingen uns zum Energiesparen. Schaffen wir es bis Flensburg, und wenn ja wie schnell? Oder müssen wir noch zwischenladen?

+++ Freitag, 12.19 Uhr +++

Hamburg, da sind wir!

Tempo 200 - der Wind ist ganz schön laut

+++ Freitag, 12.18 Uhr +++

Es macht allerdings einen erheblichen Unterschied, ob es gelingt konstant 160 zufahren oder zwischen 130 und 200 Sachen zu rochieren. Letzteres ist Gift für die Batterie.

+++ Freitag, 12.15 Uhr +++

Der grüne Balken der Batterie ist von etwa 90 Prozent am Anfang des Tages nach 115 Kilometern Fahrt auf etwa 55 Prozent geschrumpft. Hochgerechnet sind demnach etwa 250 Kilometer Raserei mit der Batterie möglich.

+++ Freitag, 12.11 Uhr +++

Wenn wir aber weiter so kacheln wie auf den letzten 50 Kilometern verbleiben nur 128 Kilometer...

+++ Freitag, 12.09 Uhr +++

Angesichts der vielen verschiedenen Werte für die Restreichweite versuchen wir den Überblick zu halten. Sicher ist: Wenn wir ab jetzt einigermaßen vernünftig fahren würden (Rated Range), kommen wir noch 237 Kilometer weit, gefahren sind wir bisher 104, Anfangs stand die Rated Range auf 422.

Autobahnfahrt: Im Tesla Model S mit 162 km/h

Autobahnfahrt: Im Tesla Model S mit 162 km/h

Foto: manager magazin online

+++ Freitag, 12.06 Uhr +++

Regen setzt ein, der Verkehr nimmt vor Hamburg zu. Also probieren wir Tempo 160 zu halten.

+++ Freitag, 12.03 Uhr +++

Wir erhöhen auf 207, mehr ging in dem Moment nicht, wohl wegen eines kleinen Anstiegs

+++ Freitag, 12.00 Uhr +++

Der Durchschnitts-Energieverbrauch liegt bisher doppelt so hoch wie gestern, die Durchschnittsgeschwindikeit vielleicht zwei Drittel höher

+++ Freitag, 11.58 Uhr +++

77 Kilometer bis Hamburg, sind wir in 30 Minuten da?

+++ Freitag, 11.53 Uhr +++

Tempo 200, der Wind macht auf einmal ganz schön Sound, das Dach ist doch zu?

+++ Freitag, 11.52 Uhr +++

Basierend auf dem Fahrverhalten der letzten 50 Kilometer haben wir noch etwa 200 Kilometer.

+++ Freitag, 11.50 Uhr +++

Tempo 190, die unmittelbare Restreichweite sinkt auf 120 Kilometer. Doch die Aussagekraft ist begrenzt. Einmal vom Gas, schon sind wir wieder bei 330.

+++ Freitag, 11.46 Uhr +++

Das Tempolimit ist zu Ende ... bitte etwas zur Seite fahren...

+++ Freitag, 11.42 Uhr +++

Der Gestank ist fast weg, wohl alles halb so wild; vielleicht die Klimaanlage.

+++ Freitag, 11.41 Uhr +++

Eine wahre Freude ist der Sportmodus für die Steuerung beim Kickdown. Selbst mit vollem Druck auf den Reifen lenkt sich der Wagen präzise - fast wie ein Sportwagen.

+++ Freitag, 11.40 Uhr +++

Die linke Spur gehört jedenfalls schon mal uns. Doch wie lange?

+++ Freitag, 11.38 Uhr +++

Kleine Atempause, Tempolimit 120 vor Bremen. Glaub nicht, dass wir Dich ab jetzt schonen, Großer.

+++ Freitag, 11.35 Uhr +++

Haben die Reifen gelitten? Es riecht nach Gummi.

+++ Freitag, 11.34 Uhr +++

Die Energierverbrauchskurve auf dem Bildschirm muss die Skalierung ändern. 600 Wattstunden pro Kilometer, das hatten wir bisher noch nicht. Die Restreichweite schrumpft nach drei Kickdowns und fünf Kilometern Fahrt von 420 auf 388 Kilometer.

+++ Freitag, 11.30 Uhr und 4,5 Sekunden +++

Bis auf 130 haben wir den Wagen aus dem Stand in einem gefühlen Wimpernschlag katapultiert. Mehr dürfen wir hier noch nicht.

+++ Freitag, 11.30 Uhr +++

Gasfuß auf Anschlag, wir sind los. Die Traktionskontrolle ist überrascht und muss den Wagen bändigen. Vielleicht hat unser Model S nicht damit gerechnet, dass wir es noch mal so herausfordern.

Der Countdown läuft

+++ Freitag, 11.12 Uhr +++

Der Vormittagsverkehr, der an der Raststätte vorbeirauscht, hält sich in Grenzen. Gleich reihen wir uns ein - auf die Überholspur.

+++ Freitag, 11.10 Uhr +++

Die äußeren Bedingungen sind heute nicht wirklich ideal für ein rasante Autobahnfahrt. Immerhin hat es aufgehört zu regnen, die Fahrbahn nicht mehr so nass.

+++ Freitag, 11.00 Uhr +++

Wir freuen uns auch heute wieder über zahlreiche Kommentare bei Facebook . Danke für die vielen Anregungen bisher!

+++ Freitag, 10.45 Uhr +++

Der Tesla ist fast vollgeladen und zeigt 410 km Reichweite. In Kürze fegen wir über die Autobahn.

+++ Freitag, 10.40 Uhr +++

Heute messen wir den Tesla mit all den schnellen Flitzern, die sonst so auf deutschen Autobahnen unterwegs sind. Rasant mag es auch Heiner Ahrmann (siehe Bild oben), Chef vom Gut Altona in Wildeshausen mit seinem Porsche 911 Carrera S. Ahrmann kam mit seinem Porsche zur Raststätte, um den Elektroflitzer vor dem Start zu sehen.

+++ Freitag, 10.30 Uhr +++

Zwei Ingredienzien für die automobile Oberklasse fehlen Tesla - wenn die Ausführungen von Jaguars PR-Mann über Luxus stimmen. Assistenzsysteme sind laut Wienkötter mittlerweile ein Muss in der Oberklasse - da ist Tesla noch extrem schwach aufgestellt. Und für die Klientel der Sportwagenfahrer ist auch der Motorensound immens wichtig. So wurde der Klappenauspuff des neuen Jaguar F-Type, den unser Kollege Martin Hintze vor kurzem testete, auf Kundenwunsch gebaut. Wie sichs im Tesla auf der Autobahn kachelt, davon berichten wir in Kürze.

+++ Freitag, 10.15 Uhr +++

Drei Dinge sind den zahlungskräftigen Jaguar-Kunden wichtig, erklärte Wienkötter: Das Design muss herausstechen. Die verwendeten Materialien im Innenraum müssen authentisch sein - was wie Leder aussieht, muss auch tatsächlich aus Leder bestehen. Da kann Tesla unserer Meinung nach durchaus mithalten, auch wenn es in manchen Details noch ein wenig mit dem Luxusanspruch hakt.

+++ Freitag, 9.55 Uhr +++

Die britische Nobelmarke Jaguar hat auch deshalb keinen Stromer im Programm, weil es dem Unternehmen erst seit kurzem finanziell wieder besser geht - und die Entwicklung von Stromern viel Geld verschlingt. Für die nächsten Jahre setzt Jaguar auf Hybridantriebe, meinte Wienkötter, auch als Plugin-Variante. Wenn Jaguar ein Elektroauto auf den Markt bringt, müsste das besonders luxuriös ausfallen, argumentiert er. Doch was ist denn heute noch Luxus im Automobilbau?

+++ Freitag, 9.45 Uhr +++

Elektroautos sind noch nicht serienreif, ist Wienkötter überzeugt - und wiederholte das übliche Argumentationsmantra der Autoindustrie: Batterien bieten zu wenig Reichweite, das Ladenetz ist zu löchrig, die Gewichtszunahme der Fahrzeuge durch den Akku zu hoch. "Wir müssen da kein Pionier sein", sagt er. Schade eigentlich, dass die Briten dieses Feld kampflos kalifornischen Startups überlassen. In den nächsten zehn Jahren werde Jaguar kein ausschließlich batteriegetriebenes Auto auf den Markt bringen, so Wienkötter. Dafür bastelt Jaguar an zahlreichen Hybridvarianten. Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung der Briten beim Thema Stromer ist aber ein anderer.

Wildes Stromzapfen in Wildeshausen

+++ Freitag, 9.30 Uhr +++

Heute steht Kacheln an - wenn unser Tesla genügend Saft in Wildeshausen gezogen hat. Nur 4,4 Sekunden benötigt unser Testwagen vom Stand auf 100 km/h. Mit diesem Wert sticht der Tesla viele Sportwagen aus. Wir haben noch in Frankfurt bei Jaguar nachgefragt, was sie der möglichen Tesla-Konkurrenz entgegensetzen wollen. Antwort: Einen reinen Elektro-Jaguar wird es auf absehbare Zeit nicht geben, sagte uns Jaguar-Mann Mayk Wienkötter Mittwochabend.

Fotostrecke

E-Gas statt Strom: Besuch auf Audis Geheimbaustelle in der Provinz

Foto: manager magazin online

+++ Freitag, 9.00 Uhr +++

Guten Morgen aus Wildeshausen an der Autobahn 1. Heute ist der letzte Tag unseres Live-Tests des Tesla Model S zwischen Garmisch-Partenkirchen und Flensburg. Unsere Luxuslimousine aus Kalifornien hängt noch an der Stromsäule. Wieder ist es uns gestern erst sehr spät gelungen, eine leistungsstarke Steckdose aufzutreiben.

Mit etwa 30 Kilometern Restweite waren wir in Werlte (Emsland) angekommen, um Audis E-Gas-Projekt zu besuchen (siehe Bildergalerie). Etwa 440 Kilometer hatten wir zuvor ohne Zwischenladung runtergespult - meist mit 88 Sachen, um dem Tesla die maximale Reichweite abzuverlangen. Auf die versprochenen 500 Kilometer sind wir also nicht ganz gekommen, doch das mag auch etwas an uns gelegen haben. Manchmal ist eben doch ein sportliches Überholmanöver vonnöten …

Auf der Baustelle von Audi  in Werlte haben wir freundlicherweise etwas Starkstrom mit 20 Ampere abzweigen können, doch damit wäre der Wagen erst nach 20 Stunden voll gewesen. Die Ladesäulen des Versorgers EWE in der Umgebung ließen sich für uns nicht nutzen - wir hätten uns bis 18 Uhr eine Chipkarte abholen müssen. Und trotz intensiver Suche, bei der uns gefühlt halb Werlte unterstützte, fand sich kein Landwirt oder Industriebetrieb mit der heiß ersehnten fünfpoligen Dose.

Vielen war das Ansinnen auch etwas suspekt. Also haben wir noch eine spätabendliche Etappe nach Wildeshausen eingelegt - dort unterhält RWE  eine Autostromdose. Bewaffnet mit einer App, zahlreichen Codes, Vertragsnummern und Passwörtern, die wir uns in Dortmund besorgte hatten, standen wir vor dem monströsen Apparat - mangels Netzempfang alles jedoch nicht nutzbar. Gut, dass die RWE-Hotline von einem tiefenentspannten Kölner der Marke "Et hätt noch immer jot jejange" besetzt war. Wir sollten einfach ohne Registrierung einstecken, der Strom sei kostenlos. Schade nur, dass es an der Raststättenladesäule keine Übernachtungsmöglichkeit gibt - also riefen wir uns ein Taxi, das uns ins nächte Hotel brachte.

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