Donnerstag, 22. August 2019

Zu eng, zu niedrig, zu steil Parkhäuser enttäuschen im ADAC-Test

Parkhaus in Dresden: Vielerorts bemängelten die Tester die niedrige Einfahrtshöhe

Der ADAC hat 50 Parkhäuser in Deutschland getestet und kommt zu einem miserablen Ergebnis: In jeder sechsten Anlage sind die Parkplätze zu eng, die die Rampen zu steil oder die Einfahrtshöhe ist zu gering. Nur ein Parkhaus bekam die Bestnote.

München - Viel zu klein für große Autos: Der ADAC hat in seinem neuen Parkhaustest acht von 50 geprüften Anlagen als "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft" eingestuft. Somit sei jedes sechste Parkhaus glatt durchgefallen, teilte der ADAC mit.

Hauptkritikpunkt war die mangelnde Größe der Parkplätze - in nur einem Drittel der Häuser seien sie wie empfohlen 2,50 Meter breit. Aber auch zu geringe Einfahrtshöhen, steile Rampen und nicht überwachte Frauenparkplätze bemängelten die ADAC-Experten.

Insgesamt 13 Parkhäuser schnitten im Test mit "gut" ab, nur eines erhielt die Bestnote "sehr gut". 28 Gebäude erhielten hingegen die Bewertung "ausreichend". Untersucht wurden jeweils fünf Parkhäuser im Zentrum von Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Wiesbaden.

Fahrstuhlordnung verbietet Kinderwagentransport

Testsieger war das Parkhaus Kurhaus/Casino in Wiesbaden. Der ADAC lobte, dass die 2006 eröffnete Anlage hell, sauber und behindertengerecht sei. Außerdem gebe es ausreichend breite und schräg angeordnete Parkplätze sowie Personal rund um die Uhr.

Schlusslicht war das Parkhaus Kreuzstraße in Düsseldorf. Parkplätze und Einfahrtshöhe sind den Experten zufolge hier viel zu gering dimensioniert. Außerdem gebe es neben gefährlich durchgerosteten Geländern auf den Parkdecks des in den 60er Jahren eröffneten Parkhauses einen Fahrstuhl, in dem der Transport von Kinderwagen verboten sei.

Kriterien beim Test waren Sicherheit, Befahrbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und die Tarife - insgesamt gab es 120 Prüfpunkte. Autofahrer in Hannover müssen dem ADAC zufolge mit durchschnittlich 1,14 Euro am wenigsten bezahlen, in München mit 3,10 Euro mit Abstand am meisten. Die Preise fielen im Test allerdings kaum ins Gewicht, weil sie nur 10 Prozent der Wertung ausmachten.

mg/dpa

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