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Neue SUVs: Peugeot und Citroën legen nach

Neue Kompakt-SUVs Rustikales Fahrvergnügen

Wenn Autohersteller den Absatz hochschrauben wollen, fahren sie momentan mit Kompakt-SUVs genau richtig. Die Geländewagen im Format knapp unter 4,50 Meter verkaufen sich bestens. Demnächst sollen der Citroën C4-Aircross und der Peugeot 4008 dem Tiguan von VW das Leben schwer machen.

Hamburg - Der Boom der Geländewagen fand jahrelang ohne die beiden Marken des französischen PSA-Konzerns statt. Erst im Sommer 2007 kamen auch Citroën und Peugeot in die Gänge und brachten damals Allradmodelle auf den Markt, die auf dem Mitsubishi Outlander basierten. Citroën C-Crosser und Peugeot 4007 hießen die Autos, die noch immer angeboten werden. Mit recht überschaubarem Erfolg allerdings: Im Mutterland Frankreich wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres lediglich 1096 Citroën C-Crosser und 982 Peugeot 4007 verkauft; VW setzte im gleichen Zeitraum 9692 Exemplare des Tiguan zwischen Paris und Perpignan ab.

Dennoch glaubt der PSA-Konzern offenbar an die Chance in diesem Segment - und die Statistik spricht ja auch dafür. So genannte Sport Utility Vehicles, wie die auf rustikalen Lifestyle gebürsteten Geländewagen genannt werden, zählen auf den meisten Automärkten zu den am schnellsten wachsenden Segmenten. Von diesem Boom profitiert hierzulande beispielsweise VW ganz erheblich, der Tiguan verzeichnete in den ersten acht Monaten dieses Jahres 31.090 Neuzulassungen. Weit abgeschlagen in diesem Ranking folgen die Typen von Citroën (362) und Peugot (304).

Das soll mit den neuen Autos besser werden. Zunächst einmal schrumpft das Format der Fahrzeuge um rund 30 Zentimeter auf eine Länge von nun 4,34 Meter (zum Vergleich: VW Tiguan 4,42 Meter). Und wieder gibt der Kooperationspartner Mitsubishi die zentrale Technik vor mit dem akutellen Modell ASX, einem Kompakt-SUV, der ab 17.990 Euro zu haben ist.

Ab Sommer 2012 auf dem deutschen Markt

Abgesehen von der technischen Plattform eint jedoch nichts den japanischen SUV und seine beiden französischen Ableger. Denn die sollen als üppig ausgestattete "Top of the line"-Fahrzeuge vermarktet werden. "Der Peugeot 4008 wird sicher über 30.000 Euro kosten", sagt Peugeot-Sprecher Bernhard Voß. Dafür wird das Auto standardmäßig mit Navigationsgerät samt Touchscreen, Rückfahrkamera und großem, nachts per LED illuminiertem Glasdach ausgerüstet. "Wir wollen das Auto sehr luxuriös und emotional plazieren", sagt Voß.

Grundsätzlich wird Peugeot den Wagen mit Allradantrieb und Dieselmotoren ausstatten. Zur Wahl stehen ein 1,6-Liter-Selbstzünder mit 112 PS und ein 1,8-Liter-Aggregat mit 150 PS; die Maschinen werden jeweils mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Beide Maschinen stehen auch für den Citroën C4-Aircross zur Verfügung, wobei Citroën darüber hinaus einen 115 PS starken Benziner mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe offerieren wird.

Offiziell werden die beiden neuen SUVs erst im kommenden März auf dem Autosalon in Genf Weltpremiere feiern. Danach beginnt die Markteinführung. Peugeot jedoch wird das Modell 4008 zunächst in Märkten wie Russland anbieten, wo die Nachfrage nach Geländewagen noch stärker ist als in Mitteleuropa. Außerdem dürfte die Händlerschaft der Marke hierzulande im Frühjahr erst einmal durch die Neueinführung des Kleinwagens 208 ausgelastet sein. Peugot-Sprecher Voß: "Da passt es ganz gut, dass der 4008 erst daran anschließend im Sommer 2012 auf den deutschen Markt kommen wird."

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