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Cadillac Ciel: Comeback in neuem Glanz

Studie Cadillac Ciel Nobler Monolith

Cadillac wurde einst in einem Atemzug mit anderen Luxusautomarken genannt. Doch zuletzt war die Marke kaum noch präsent - zumindest in Europa. In den USA ist nun ein Comeback in altem Glanz geplant. Wie das aussehen könnte, deutet die neue Studie Ciel an.

Pebble Beach - Beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach, einem der prestigeträchtigsten Auto-Schönheitswettbewerbe weltweit, gibt es neben chromglänzendem Altmetall stets auch einige Neuheiten zu bewundern. Die Autohersteller nutzen gerne die schwelgerische Atmosphäre der Veranstaltung - vor allem wenn es um Produkte aus der Abteilung Highend-Luxus geht. In diesem Jahr zum Beispiel Cadillac. Die Nobelmarke des GM-Konzerns enthüllte auf dem feinen Golfplatz gut 150 Kilometer südlich von San Francisco die Cabrio-Studie Ciel.

Das offene Auto ist in vielerlei Hinsicht eine Wucht. Mehr als fünf Meter lang ist der Viersitzer, er steht auf 22 Zoll großen Rädern und er sieht aus, als hätte der US-Präsident ein neues Paradeauto in Auftrag gegeben. Einerseits entdeckt man an der Karosserie etliche Retro-Elemente - wie allein schon die schiere Größe des Cabriolets an die Zeiten erinnert, da Cadillac-Modelle geradezu groteske Dimensionen erreicht hatten. Andererseits wirkt das Auto modern und zeitgemäß - etwa durch feine LED-Scheinwerfer, gegenläufig öffnende Türen bei gleichzeitig fehlender B-Säule oder den Hybridantrieb.

Der Antriebsstrang besteht bei der Studie aus einem 3,6-Liter-V6-Benzin-Direkteinspritzer mit Doppelturboaufladung, einer Maschine, die standesgemäße 425 PS produziert. Dazu kommt ein Elektromotor, der seine Energie aus einem Paket von Lithium-Ionen-Zellen bezieht; für kurze Strecken kann der Wagen rein elektrisch fahren - und gibt dann praktisch kein Geräusch von sich.

Vorbote für ein neues Flaggschiff?

Entwickelt und designt wurde der Wagen im General Motors Design Center in North Hollywood. Niki Smart formte das Exterieur des Wagens, Gael Buzz war für die Innenraumgestaltung verantwortlich. Unter seiner Leitung entstanden so exquisite Details wie spezielle Decken, die sich auf die Schalensitze aufknöpfen lassen, oder eine Extraschublade für die Sonnencreme und an jedem der vier Einzelsitze eine Vorrichtung in der Armlehne, über die sich eine Aromatherapie steuern lässt. Zudem fällt an dem Auto auf, dass die nickelfarbene Blechhaut der Karosserie über die Türen ins Interieur schwappt - ein Designtrick, der den wuchtigen Wagen noch monolithischer erscheinen lässt.

Warum baut Cadillac jetzt auf einmal eine solche Studie? Immer wieder waren Gerüchte zu hören, die Marke plane ein neues Luxusmodell. Doch zuletzt schienen eher andere Probleme drängender, als ausgerechnet einen Nobelschlitten zu kreieren. "Großer, ausdrucksstarker Luxus gehört bei Cadillac einfach dazu", sagt Designdirektor Clay Dean. "Der Ciel deutet an, wohin der Stil der Marke in Zukunft weisen könnte." Vielleicht wird in nächster Zeit ja doch ein neues Cadillac-Flaggschiff vorfahren. Wenn es dann Ähnlichkeiten mit dem jetzt enthüllten Ciel hätte, dürfte das niemanden wundern.

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