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Audi A6 Avant: Fernbedienung mit dem Fuß

Audi A6 Avant Komfortabler laden

Audi bringt im Herbst den A6 Avant auf den Markt und reagiert damit auf die Beliebtheit, die Kombimodelle bei deutschen Fahrern genießen. Mit seiner edlen und sportlichen Ausstattung kommt der A6 Avant allen entgegen, die ein Auto für Dienstreisen und Familienausflüge brauchen.

Hamburg - Audi-Vorstandschef Rupert Stadler reißt mal wieder die Klappe auf. Nein, damit sind nicht die großspurigen Wachstumsfantasien oder die forschen Ansagen gegenüber der Konkurrenz gemeint. Sondern in diesem Fall ist das wörtlich zu verstehen. Denn es geht um den neuen Audi A6 Avant, den die Bayern jetzt zum ersten Mal zeigen und der im Herbst - also etwa ein halbes Jahr nach der Limousine - bei den Händlern stehen wird.

Der elegante Last-Pkw für Vielfahrer, Firmenkunden und die Besserverdiener unter den Familienvätern kostet mindestens 40.850 Euro und ist damit um gut 2000 Euro teurer als die jeweilige Limousinenversion. Dafür gibt es nicht nur den größeren Laderaum, sondern auch jede Menge praktische Details, damit die 565 bis 1680 Liter Ladevolumen auch richtig genutzt werden können.

Verzurrösen, seitliche Befestigungsgurte, Taschenhaken, ein doppelter Ladeboden, ein Schienenfixiersystem, eine Schmutzwanne sowie eine Dachreling sind serienmäßig an Bord. Gegen Aufpreis gibt es Extras wie etwa die sensorgesteuerte Öffnung der Heckklappe. Wer schwerbepackt mit Koffern oder Kisten hinter das Auto tritt, muss nur den Fuß unter den Stoßfänger schwenken, schon tauschen Elektronik und Funkschlüssel die nötigen Daten aus und lassen die Ladeluke automatisch nach oben surren. Bekannt ist das System bereits aus dem VW Passat Variant. Das Rollo über dem Gepäckraum gleitet ebenfalls elektrisch und damit ganz leise in Position. Wem der Stauraum übrigens trotz umgeklappter Rückbank nicht genügt, der kann mit dem A6 Avant noch bis zu 2,1 Tonnen an den Haken nehmen.

Zwar ist der Kombi gegenüber dem Vorgängermodell vor allem für die Passagiere spürbar großzügiger geworden, doch der Lademeistertitel in dieser Klasse geht an die Konkurrenz. Im Vergleich zum BMW 5er Touring liegt der neue A6 Avant zwar im Normalfall um fünf und bei umgeklappter Rückbank um zehn Liter voraus, doch das Ladevolumen des T-Modells der Mercedes E-Klasse bleibt mit 695 und 1950 Litern Gepäckraum weiterhin unerreicht.

Kürzer, leichter und moderner

Wie schon die Limousine, lebt auch der Avant von den neuen Proportionen der überarbeiteten Plattform. So ist das Auto mit 4,93 Metern zwar etwas kürzer als bislang, wirkt aber dennoch aufgrund der acht Zentimeter mehr Radstand und der längeren Motorhaube straffer, länger und moderner. Dabei helfen auch der markante Falz an der Flanke und natürlich das vergleichsweise grazile Heck. Denn die sogenannten D-Säulen, also die hintersten Dachpfosten, sind für einen Kombi relativ schlank geraten und weit nach vorne geneigt.

Und das Auto ist etwas leichter als der Vorgänger. Den größten Anteil daran hat die Karosserie, die dank des umfangreichen Einsatzes von Aluminium 70 Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell abspeckt.

Das wirkt sich ebenso positiv auf den Verbrauch aus, wie zum Beispiel der Einsatz einer Start-Stopp-Einrichtung und einer Bremse, die die Verzögerung nutzt, um die Batterie wieder aufzuladen, die sogenannte Rekuperationsbremse. Beides ist serienmäßig an Bord. Je nach Motorisierung konnten die Ingenieure mit diesen und anderen Maßnahmen eine Spritersparnis von bis zu 20 Prozent erzielen. Der A6 Avant 2.0 TDI etwa - übrigens der einzige Typ mit Vierzylindermotor im Angebot - soll mit fünf Litern auskommen.

Der Motor mit einer Leistung von 177 PS ist zwar der kleinste und schwächste von insgesamt vier Dieselaggregaten, er ist aber trotzdem eine besonders empfehlenswerte Antriebsquelle. Mehr Luxus bietet der drei Liter große V6-TDI, der in drei Leistungsstufen verfügbar ist: mit 204, 245 und 313 PS. Wer lieber Benzin als Diesel tankt, kann zwischen einem Turbo-V6 mit 2,8 Liter Hubraum und 204 PS oder dem drei Liter großen Kompressormotor mit 300 PS wählen.

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