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Brabus iBusiness 3D: Die rollende Lounge

Brabus iBusiness3D Spielmobil für eilige Entscheider

Langeweile kann man hier vergessen. Wer im neuen iBusiness3D von Brabus sitzt, hat sogar Spaß am Stau. Denn mehr elektronischen Zeitvertreib als der umgerüstete Mercedes Viano bietet kein anderer Van. 3D-Kino, Dolby-Surround-Sound und frischen Espresso inklusive.

Genf - Endlos lange Transferstrecken, Kriechfahrten durch die Rushhour und der alltägliche Stau auf dem Weg in den Feierabend - was normalen Pendlern die Laune verdirbt, entlockt den Besitzern des neuesten Brabus-Modells nur ein Lächeln. Je länger sie an Bord sind, desto länger können sich hier auch gestandene Manager als kleine Kinder fühlen.

Denn was Brabus-Chef Bodo Buschmann da mit dem zungenbrecherischen Namen "iBusiness3D"neben einem auf 700 PS getunten Mercedes SLS und dem mit 800 PS "stärksten Geländewagen der Welt" auf Basis der G-Klasse als Weltpremiere mit auf den Genfer Salon gebracht hat, ist nicht weniger als ein faszinierendes Spielmobil für eilige Entscheider: Eine Großraumlimousine mit reichlich Unterhaltungselektronik an Bord.

Als Basis dient den Tunern aus Bottrop der vergleichsweise langweilige und nüchterne Mercedes Viano. Zwar haben auch die Schwaben den Van zuletzt ein wenig aufgewertet, die Sitze neu aufgepolstert und den Innenraum mit feinerem Leder ausgeschlagen. Doch für den Umbau zum iBusiness 3D hat Brabus den Wagen komplett ausgeräumt und neu möbliert: Statt vier bis sechs Plätze bietet der mit hellem Leder ausgelegte und feinem Yachtholz getäfelte Fond jetzt nur noch zwei Sitzgelegenheiten, die es dafür aber mit der First-Class der Lufthansa aufnehmen können. Sie haben elektrisch verstellbare Lehnen, Fußrasten, die auf Knopfdruck aus dem Sockel gleiten, und für jeden einen großen Klapptisch.

Von dort aus hat man den perfekten Blick auf einen 40-Zoll-Flachbildschirm, der elektrisch aus der Trennwand zur ersten Reihe auftaucht. Ist er voll ausgefahren, sieht man zwar nicht mehr nach draußen, fühlt sich dafür aber wie in einem Kino auf Rädern. Die Regie über das Unterhaltungsprogramm übernimmt ein iMac-Minicomputer, an den neben einem TV-Empfänger und einem Hochgeschwindigkeitsmodem fürs mobile Internet auch ein DVD-Player und natürlich eine Spielekonsole angeschlossen sind. Dazu eine Dolby-Surround-Anlage und rund 14.000 Musiktitel, die auf den überall im Fahrzeug integrierten iPhones, iPads oder oder iPods gespeichert sind.

Frischer Espresso aus vorgewärmten Tassen

Neben einem Barfach gibt es in der Seitenwand auch eine eingebaute Espresso-Maschine samt vorgewärmter Tassen. Ach ja, ein eingebautes Alibi für den Fuhrparkleiter in der Firma gibt es natürlich auch: Wenn's unbedingt sein muss, kann man im iBusiness während der fahrt auch seine E-Mails erledigen, Briefe schreiben, Tabellen kalkulieren oder Video-Konferenzen abhalten.

Obwohl das Augenmerk bei diesem Umbau ganz dem Interieur galt, kann Brabus freilich nicht vollends vom Motor und vom Fahrwerk lassen. Der mit reichlich Schwellern und Spoilern samt integrierter LED-Leuchten aufgeblasene iBusiness duckt sich deshalb gut zwei Zentimeter tiefer auf die Straße, hat stolze 19-Zoll-Felgen und kommt spürbar besser in Fahrt als sein Serienkumpan.

Für den drei Liter großen V6-Diesel des Werksmodells hat der Tuner durch neuen Steuerchip die Leistung um 38 auf jetzt 262 PS angehoben, der 3,5 Liter große V6-Benziner leistet mit aufgebohrtem Hubraum und neuer Elektronik 318 statt 258 PS, und für ganz besonders eilige Piloten quetscht die Buschmann-Truppe sogar einen V8 unter die Haube. Der Achtzylinder hat 6,1 Liter Hubraum, erreicht 426 PS und macht den Viano mit elektronisch limitierten 250 km/h zu einem der schnellsten Vans der Welt.

Noch gibt es keinen Preis für den Multi-Media-Umbau. Doch für viel weniger als 100.000 Euro plus Basisfahrzeug wird der iBusiness 3D in Komplettausstattung kaum zu haben sein. Viel Geld für ein Auto, das mal ein besserer Lieferwagen war. Aber andererseits kann man sich ja künftig Wohnzimmer und Partykeller sparen und für den Videoabend mit den Kumpels einfach in die Garage gehen.

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