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Mazda Minagi: Bald schon in Serie

Mazda-Studie Minagi Kompakter Kraxler

Der japanische Hersteller Mazda ist schon jetzt für den Genfer Autosalon bestens vorbereitet. Dort wird er die Studie Minagi präsentieren, einen kleinen, kompakten Geländewagen, der ziemlich sportlich daherkommt.

Hamburg - Wenn es um Namenserfindungen geht, sind die Marketingstrategen von Mazda besonders fantasievoll: Shinari oder Riuga, Nagare oder Kiora hießen die Studien des japanischen Autoherstellers der vergangenen Jahre. Allerdings klafft bei kaum einer anderen Marke die Schere zwischen der Extravaganz auf einer Automesse und dem Einerlei im Autohaus so weit auseinander wie bei Mazda. Bei keinem der Automodelle reichte es für mehr als einen glanzvollen Auftritt. Danach verschwanden die teils spektakulären Prototypen irgendwo in den Lagerhallen des Unternehmens.

Das soll sich in Zukunft ändern, heißt es bei den Japanern jetzt. Und so wird für den Autosalon in Genf eine Studie angekündigt, die diesmal tatsächlich zum Serienauto reifen soll. Das Modell heißt Minagi, und hinter dem Namen steckt ein muskulös gestalteter Viertürer für das stetig weiter wachsende Segment der kompakten Geländewagen - also Autos vom Schlage eines VW Tiguan oder Toyota RAV-4. Der neue Mazda-Allradler wird dem Vernehmen nach ein gutes Stück kleiner als das aktuelle Modell CX-7, das mittelfristig durch den neuen Kompakt-SUV ersetzt werden soll.

Der CX-7 war ursprünglich für den US-Markt entwickelt worden, verkaufte sich zuletzt aber auch in Deutschland ganz ordentlich. Und das, obwohl das Auto ein paar Jahre später als die meisten Konkurrenzmodell auf den Markt kam und es lange Zeit keinen Dieselmotor im Angebot gab.

Für mehr Erfolg in der SUV-Klasse haben die Japaner aber nicht nur das Format geschrumpft und den jetzt veröffentlichten Skizzen zufolge einen sportlicheren Strich als beim CX-7 geführt, sondern sie setzten auch auf eine neue Generation von Motoren und Getrieben. "Skyactive" heißt das Technologiepaket rund um die neuen Direkteinspritzermotoren, mit dem Mazda auch ohne teure Turbo- und Downsizing-Konzepte Effizienz und Leistung steigern will. Jeweils bis zu 20 Prozent Verbesserungen sollen in beiden Disziplinen möglich sein.

Der Minagi folgt der Designsprache des neuen Kreativdirektors

Der Minagi ist freilich nicht der erste Vorbote eines kompakten Geländewagens. Bereits mit den Studien Hakaze und Kazamai stellte Mazda seine Ambitionen für dieses Segment zur Schau. Doch stammten diese Autos noch aus der Feder von Laurens van den Acker, der mittlerweile als Designchef zu Renault wechselte. Der Minagi dagegen wurde vom neuen Designchef Ikuo Maeda gezeichnet und folgt deshalb der Linie der Studie Shinari, mit der der neue Kreativdirektor vor einem halben Jahr die Designsprache "Kodo" bekannt machte.

Anders als bei Hakaze und Kazamai stehen hinter diesem Auto denn auch keine Fragezeichen mehr. Schon im Herbst auf der IAA in Frankfurt soll es die Serienfassung des Geländewagen geben, lassen die Verantwortlichen durchblicken. Nur um den endgültigen Namen machen sie noch ein Geheimnis. Denn auch wenn der kompakte Kraxler den aktuellen CX-7 beerben soll, dürfte er für dieses Kürzel schlichtweg eine Nummer zu klein sein. Also dann vielleicht CX-5? Das will Mazda noch nicht bestätigen. Sicher ist: Den Namen Minagi wird das neue Auto nicht tragen.

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