Rinspeed Autostudien Galerie der Showcars

Regelmäßig präsentiert Rinspeed-Gründer Frank Rinderknecht seine automobilen Visionen beim Autosalon in Genf. Doch kaum ist die Messe vorbei, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen. Jetzt gibt es die verrückt-genialen Studien als Kunstedition für jedermann.

Genf - Frank Rinderknecht ist ein Paradiesvogel der PS-Branche. Kein anderer baut nun schon so lange so ausgeflippte Konzeptstudien wie der Schweizer Tuner, der beim Genfer Autosalon jedes Jahr aufs Neue mit einer noch ungewöhnlicheren Kreation überrascht; Autos, die schwimmen oder tauchen können, die keinen Sprit brauchen oder die sich auf Knopfdruck vom Sportwagen in eine Limousine verwandeln - kein Gedanke ist Frank Rinderknecht zu abwegig, als dass er ihn nicht umsetzen würde.

"Verkauft oder gar in Serie produziert wurde bislang noch keine der außergewöhnlichen Kreationen. "Wir können bei einem Konzeptauto mit Kinderkrankheiten leben, einem Kunden aber können wir das nicht zumuten", sagt Rinderknecht. Die schrillen Fahrzeuge erfüllen auch so ihren Zweck. Denn sie sollen vor allem Werbung machen für seine Firma Rinspeed und deren konventionelles Tuning-Geschäft; und für die Entwicklungsarbeit, die Rinderknecht und sein Team als Dienstleister für Autohersteller übernehmen.

Auf Umwegen beginnt aber nun doch eine gewisse Vermarktung - allerdings in der Galerie statt in der Garage. Gemeinsam mit dem Online-Kunsthändler Cultwork hat Rinderknecht nun die "offizielle Kunst für Visionäre" an den Start gebracht: Eine Handvoll zeitgenössischer Künstler und Grafiker wie Ottavio Di Chio, Chiara Gasparetto, Luca Imerito oder Andrea Mariani haben fünf von mehr als einem Dutzend Rinspeed-Studien mit ihrem Stil und verschiedenen Techniken neu interpretiert, verfremdet oder illustriert.

Doch wer sein persönliches Lieblingsstück aus der Rinspeed-Reihe noch nicht in der Kollektion findet, brauche nur ein wenig Geduld, verspricht Rinderknecht: "Die Rinspeed Kunstgrafiksammlung wird ständig durch neue Werke, Künstler und Stilrichtungen erweitert."

Unkonventionell wie die Autos ist auch die Vermarktung der Werke. Es gibt ein paar Einzelstücke und einige limitierte Auflagen, das Gros der Werke jedoch wird ohne Stückzahlbegrenzung verkauft.

Nicht einmal bei Material und Maßen sind autophile Kunstsammler festgelegt: Jede Grafik kann in drei Größen bestellt und wahlweise auf Papier, Leinwand oder Plexiglas gedruckt werden. Und anders als die oft millionenschweren Showcars sind ihre zweidimensionalen Ebenbilder zu Preisen zwischen 100 und 500 Euro durchaus erschwinglich.

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