Samstag, 20. Juli 2019

Ascari Race Resort Das Vollgas-Paradies

2. Teil: Feuerfeste Unterwäsche inklusive

Wer Mitglied ist im Ascari Club, das will Nesser nicht verraten. Nur dass viele Mitglieder aus den Golfstaaten, aus West- und Osteuropa sowie aus China und den USA kommen, lässt er sich entlocken. Was sie neben der Lust an der Leistung eint, ist das prall gefüllte Konto. Denn das Vollgasvergnügen ist teuer.

Freie Fahrt für Bleifüßler:
Das Ascari Race Resort versteht sich als "Golfplatz für Menschen mit Benzin im Blut"
Wer regelmäßig Gas geben möchte, muss Mitglied im Ascari Race Club werden und zahlt erst mal eine Aufnahmegebühr von 150.000 Euro - plus 10.000 Euro Beitrag im Jahr. "Ein Teil der Aufnahmegebühr wird direkt wieder ins Mitglied investiert", sagt Nesser. Neuzugänge werden nämlich nicht nur von der feuerfesten Unterwäsche über den Overall bis zum individuellen Helm neu eingekleidet, sondern bekommen auch ein umfangreiches Training. "Wer als Amateur anfängt, hat nach einem Jahr eine Profi-Lizenz", verspricht der Geschäftsführer.

Luxusoasen wie dem Ascari Race Resort droht in Krisenzeiten potentiell eine finanzielle Dürre. Doch bislang ist vom Abschwung nichts zu spüren, behauptet Nesser. "Im Gegenteil: Wir können uns vor Anfragen kaum retten."

Noch immer gebe es offenbar genügend Menschen, die für derartigen Zeitvertreib ausreichend Geld haben, hat Nesser beobachtet. Und eine neue Zielgruppe hat er auch ausgemacht: "Statt das Vermögen bei Bankgeschäften zu riskieren, investieren es jetzt viele Reiche ins eigene Vergnügen. Da haben sie wenigstens etwas davon."

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