Tacho-Galerie Ganz schön schnell

Wie schnell? Die Frage gehört immer noch zu den meistgestellten, wenn es um Autos geht. Die Antwort liefert der Tacho. manager-magazin.de zeigt einige spezielle Exemplare in aktuellen Modellen aus den Genfer Messehallen.

Genf - Ein Tacho, dessen Skala bis 420 reicht? Im eigenen Auto gibt es diesen Anblick ohnehin nur, wenn man zuvor eine Million Euro oder mehr investiert hat, um sich ein Fahrzeug der Marke Bugatti oder Koenigsegg zu kaufen. Die bauen so rasante Autos.

Solche Werte könnten jedoch bald wieder aus den Instrumententafeln verschwinden. Denn aufgrund konsequenterer Ressourcenschonung, erneut steigender Spritpreise oder sogar eines allgemeinen Tempolimits könnte sich der Blick auf den Tacho in Zukunft verändern. Beim Autosalon in Genf, der an diesem Wochenende zu Ende geht, kann man sich ein Bild von den aktuellen Geschwindigkeitsmessern machen.

Prinzipiell wird das Tempo gemessen, indem die Drehzahl eines Rades über eine biegsame Welle oder Sensoren abgenommen wird. In modernen Fahrzeugen wird die Geschwindigkeit durch einen Prozessor ermittelt und digital an das Anzeigeinstrument übertragen.

Nur Näherungswerte

Bei älteren Autos treibt die Welle einen Magneten im Tachogehäuse an, der Wirbelströme in einer drehbaren Scheibe erzeugt, die je nach Intensität der Drehbewegung mehr oder weniger stark aus ihrer Ruhestellung gedreht wird. Via Zeiger und mittels einer Skala lässt sich dann die Geschwindigkeit ablesen. Allerdings haben zum Beispiel dadurch auch der Reifendruck oder die Felgengröße einen Einfluss auf die angezeigte Geschwindigkeit, denn sie verändern den Umfang und damit die Drehzahl des Rades.

Meist zeigen die Tachos in Autos eine etwas höhere Geschwindigkeit an als jene, die gerade gefahren wird - das ist auch erlaubt, unzulässig ist das Gegenteil. Denn laut Straßenverkehrszulassungsordnung darf ein Tacho keinesfalls eine niedrigere als die tatsächliche Geschwindigkeit anzeigen.

Gestattet ist jedoch eine Toleranz nach oben um maximal zehn Prozent oder 4 km/h. Die Frage "Wie schnell fährst du?" lässt sich also immer nur näherungsweise beantworten. Aber ohne Tacho würde doch etwas Entscheidendes im Cockpit fehlen - wie nicht zuletzt die Tacho-Galerie aus Genf beweist.

Tacho-Galerie: Das rasante Instrument in Bildern

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