Business-Renner Dienstwagen in XXL

Der Job ist noch da und auch die großzügige Dienstwagenregelung noch nicht aufgehoben? Dann ist es Zeit für einen Dienstwagen im XXL-Format. Der neue Maserati Quattroporte Sport GTS wäre eine Option - und auch Porsche und Aston Martin haben viel zu schnelle Viertürer im Angebot.

Hamburg - Leitende Angestellte mit engem Terminkalender und großzügiger Dienstwagenregelung dürfen sich freuen: Auch in Zeiten der Krise rüsten die Nobelhersteller weiter auf und schicken demnächst eine Reihe hochmotorisierter Firmenflitzer ins Rennen, die mit mehr Leistung und geschärftem Design der Rezession davonfahren wollen.

Den Anfang macht der Maserati Quattroporte, der für Preise ab 133.310 Euro unter dem Zusatznamen Sport GTS ins Rennen geht. Die stärkste Variante des italienischen Gleiters gibt den Sportler im Smoking und konkurriert so mit den AMG-Versionen von Mercedes S-Klasse und CLS, dem BMW M6 und dem Audi S8. Dafür haben die Ingenieure den bei der Schwestermarke Ferrari entlehnten V8-Motor weiter getunt.

Statt 430 leistet die 4,7-Liter-Maschine nun 440 PS und mobilisiert 490 Nm. Dazu kommen eine tiefere Straßenlage und ein strammeres Fahrwerk, eine direktere Lenkung und eine neu abgestimmte, sechsstufige Automatik. Letztere lässt den Motor höher drehen und schaltet später. So schafft der Sport GTS den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 5,1 Sekunden und erreicht 285 km/h.

"Auf dem Papier mögen die Unterschiede zur bisherigen S-Version des Quattroporrte gering wirken", räumt der italienische Formel-1-Rentner Ivan Capelli ein. "Doch in der Praxis sind sie so deutlich, dass ich mit dem Sport GTS auf der Teststrecke in Fiorano eine ganze Sekunde voraus bin." Bei Rundenzeiten von weniger als eineinhalb Minuten kein schlechtes Ergebnis. Doch so etwas taugt wohl vornehmlich für den Smalltalk im Golfclub, denn wer fährt schon über die Nordschleife ins Büro.

Die Fahreigenschaften sind ordentlich - dennoch ist es ein bisschen enttäuschend, wie wenig sich Maserati für immerhin 10.000 Euro Aufschlag hat einfallen lassen. Von außen zum Beispiel ist der Wagen nur an einem etwas dunkleren Kühlergrill, einer Art schwarzem Lidschatten unter den Scheinwerfern und neu geformten Auspuff-Endrohren zu erkennen. Die neuen Karbon-Konsolen, den Wildlederbezug am Lenkrad sowie die Alcantara-Streifen auf den Sitzen hätten die sonst so stilsicheren Maserati-Designernbesser irgendwelchen Tunern überlassen.

Reichlich schnelle Luxus-Limousinen im Angebot

Der neue Maserati verliert weiter an Glanz, wenn man dagegen einen der wichtigsten Konkurrenten sieht, der in diesem Sommer die Firmenparkplätze in Reihe eins neben dem Haupteingang erobern will: den Porsche Panamera. Das Basismodell mit einem 300 PS starken V6-Motor soll angeblich weniger als 75.000 Euro kosten; zum Start jedoch gibt es erst einmal die teureren, leistungsstärkeren Varianten.

Auf dem Feld der Business-Renner wird es allmählich eng: Jaguar ist schon mit dem XF-R präsent; Aston Martin will demnächst mit dem viertürigen Rapide dabei sein und auch der BMW 5er GT, der ab Herbst bei den Händlern stehen soll, buhlt um die gleiche Kundschaft. Alle aber, das steht jetzt schon fest, werden nicht gewinnen können.

Bilderstrecke: XXL-Dienstwagen

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