Versteigerung 3,4 Millionen Euro für einen Bugatti

Fast 50 Jahre lang stand der Bugatti unbeachtet in einer Garage in England. Nun wurde der Oldtimer bei einer Auktion in Paris für 3,4 Millionen Euro versteigert. Ein Sammler aus Europa sicherte sich den Zuschlag für den seltenen Wagen aus dem Jahr 1937.

London - Ein seltener Bugatti aus dem Nachlass eines britischen Arztes ist in Paris für exakt 3.417.500 Euro versteigert worden. Der Wagen aus dem Jahre 1937 wurde in einer Garage des Arztes Harold Carr in Gosforth bei Newcastle entdeckt. Er selbst war zuletzt Anfang der 60er Jahre damit gefahren. Der Bugatti Type 57S Atalante hat 42.299 Kilometer auf dem Tachometer und ist so gut erhalten, dass er ohne großen Aufwand restauriert werden kann.

Insgesamt sind nur 17 dieser Autos gebaut worden. Der Zweisitzer erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 210 Kilometern pro Stunde - und das in einer Zeit, in der die meisten Autos höchstens halb so schnell waren.

Der Wagen hat noch einen besonderen Wert dadurch, dass er einst Earl Howe gehörte, einem berühmten englischen Rennfahrer. Er war der erste Präsident des "British Racing Drivers' Club" und der erste Besitzer des Bugatti. Von 1937 an besaß er ihn acht Jahre lang. Anschließend wechselte der Sportwagen mehrmals den Besitzer, bis der Arzt Harrold Carr ihn 1955 erwarb.

Bugatti wurde 1909 von Ettore Bugatti im Elsass gegründet. Besonders in den 30er und 40er Jahren feierten die Wagen legendäre Rennerfolge. Die Namensrechte wurden 1998 von Volkswagen  erworben.

Der Bugatti wurde von den Erben Carrs zur Versteigerung angeboten. Den Zuschlag habe ein europäischer Sammler erhalten, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa