Auto-Umweltranking Grüner fahren

Nach massiver Kritik an klimaschädlichen Spritfressern holen die deutschen Autobauer in Sachen Umweltschutz langsam ihren Rückstand auf die japanische Konkurrenz auf. Von den Besten der Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland sind allerdings noch immer sieben Japaner.

Berlin - Deutsche Autos werden zunehmend umweltschonender. "Die Japaner liegen weiter vorn, aber die Deutschen holen auf", sagte der Vorstand des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Hermann-Josef Vogt, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der neuen Auto-Umweltliste des VCD. Insgesamt gingen sieben der ersten zehn Plätze unter den umweltfreundlichsten Modellen an Japaner.

An der Spitze der klimafreundlichsten Autos änderte sich im Vergleich zum Vorjahr nichts: Der Honda Civic Hybrid rangiert weiter knapp vor dem Toyota Prius. Auf den Plätzen folgen die nahezu baugleichen Kleinwagenmodelle Citroen C1, Peugeot 107 sowie Toyota Aygo. Als einziges deutsches Fabrikat schaffte es VW mit dem Polo BlueMotion mit dem siebenten Rang unter die besten zehn.

Besser stehen die deutschen Marken in der Kompaktklasse und bei Familienautos da. Hier habe die Industrie durch innovative Technik vor allem bei den Modellen für 2008 punkten können, erläuterte Vogt.

Überraschend schneide auch BMW mit den neuen EfficientDynamics-Modellen gut ab, sagte Vogt. Bei den Familienautos kommen die Münchner mit dem BMW 318d auf Platz zwei hinter dem Toyota Prius. Im Vergleich zum Vorgängermodell gelang es dem Unternehmen, beim Verbrauch einen Liter Diesel auf 100 Kilometer einzusparen.

Bei den Kompaktwagen rangiert der Golf 1.4 mit einem TSI Ottomotor und einem neuen Siebengang-Getriebe hinter dem Hybrid-Honda und vor dem Audi A3 1.9 TDI e/ Sportback auf dem zweiten Platz. Für die Umweltliste bewertet der VCD 350 Pkw-Modelle. Untersucht werden der Schadstoffausstoß, der Verbrauch und die Lärmbelastung.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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