Raststätten-Test Besser rasten

Sommerzeit, Reisezeit - wer sich mit seinem Auto auf den Weg zum ersehnten Urlaubsziel macht, muss zwischendurch auch eine Pause einlegen. Rechtzeitig zu den Sommerferien hat der ADAC die Raststätten in Europa getestet: Nur einmal gab es für eine deutsche Anlage die Note "sehr gut".

Frankfurt am Main - Auf deutschen Autobahnen kann man nicht nur schnell fahren - sofern kein Stau die Fahrbahn blockiert. Nein, auf der einen oder anderen Autobahnraststätte lässt sich auch gut pausieren. So lautet zumindest das Ergebnis des ADACs, der Raststätten in ganz Europa geprüft hat.

Der Gesamtsieger: Die Raststätte Medenbach Ost bei Wiesbaden. Als einzige Rastanlage bekam sie die Note "sehr gut". Am schlechtesten schnitt beim Test von 65 Rastanlagen in zwölf Ländern die italienische Raststätte Ventimiglia Autoporto Nord nahe der französischen Grenze ab.

Auch der zweite Platz ging nach Deutschland, an die Raststätte Am Fichtenplan Süd bei Berlin. Dritte und beste ausländische Raststätte wurde eine Anlage in der Schweiz. Die vierten bis sechsten Plätze belegen wieder deutsche Raststätten. Insgesamt wurde ein Drittel der Anlagen im europäischen Test mit "gut" bewertet, jeder fünfte Betrieb war "mangelhaft".

Der ADAC schaute nach eigenen Angaben unter anderem auf die Sicherheit der Außenanlage, Familien- und Behindertenfreundlichkeit, Sauberkeit, Essen, Preise und Einkaufsmöglichkeiten. Wenig Wert legen die Anlagenbetreiber laut ADAC zumeist auf Familienfreundlichkeit.

Lediglich sechs Anlagen, darunter der Testsieger Medenbach, bekamen dafür eine sehr gute Note. Das Warenangebot in den Läden stellte die Tester dagegen durchweg zufrieden. Allerdings suchten die Tester laut ADAC in einem Viertel der Rastanlagen vergeblich nach Babywindeln und frischem Obst.

Als Verlierer der getesteten deutschen Raststätten bekam übrigens der Autohof Tornesch in Schleswig-Holstein vom ADAC die Note "mangelhaft".

manager-magazin.de mit Material von dpa

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