ADAC-Pannenstatistik Die Zuverlässigen und die Untreuen

Die Autos von deutschen Herstellern sind besonders pannensicher. Das hat der ADAC bei der Auswertung von 1,95 Millionen Pannen herausgefunden, bei denen die "Gelben Engel" des Autoclubs im vergangenen Jahr zu Hilfe gerufen wurden. Ganz vorne fahren Audi, Mercedes, BMW und VW.

München - In sieben von acht Auto-Kategorien lägen die heimischen Fahrzeuge vorn, teilte der ADAC mit. Damit setze sich ein Trend fort, der sich bereits in den vergangenen zwei Jahren abgezeichnet habe. Mit Ausnahme der Minivan-Klasse, in der Mazda und Mitsubishi gemeinsam führen, kommen die restlichen sieben Klassensieger von Audi, Mercedes, BMW und Volkswagen.

In der oberen Mittel- und Oberklasse liegt der Audi A6 vor der Mercedes S-Klasse und dem 5er BMW. Bei den Sportwagen und Cabrios führt der Mercedes CLK - in dem nur vier Fahrzeuge kleinen Feld - vor dem BMW 3er-Cabrio, dem Mercedes SLK und dem Peugeot 206 CC.

Bei den Geländewagen fährt der BMW X3 voran, gefolgt vom Mercedes ML und dem Toyota RAV4. In der Klasse der Minivans haben der Mazda Premacy und der Mitsubishi - beide sind nicht mehr im Verkaufsprogramm - am besten abgeschnitten, der VW Touran kam auf Platz Drei. Bei den größeren Vans kam der VW Sharan auf Platz Eins, gefolgt vom VW T4/T5 und dem Fiat Ducato.

Am häufigsten macht die Batterie schlapp

In der Mittelklasse bilden Audi A4, Mercedes C-Klasse und 3er BMW das Siegertrio. In der unteren Mittelklasse ist der 1er BMW Klassenbester, gefolgt vom Mazda 323 und dem Audi A3. In der kleinen Fahrzeugklasse liegen der Audi A2 und der BMW Mini auf den ersten beiden Plätzen, gefolgt vom Renault Modus.

In die Wertung für die ADAC-Pannenstatistik kamen nur ein bis sechs Jahre alte Autos, die mindestens drei Jahre lang im Wesentlichen unverändert gebaut wurden und in einem Jahr 10.000 Neuzulassungen erreichten. Allerdings tauchen auch Wagen wie der Audi A2 auf, deren Produktion im Jahr 2005 eingestellt wurden. Das Fahrzeug wurde 2006 nicht mehr bewertet, für das Ranking wurden jedoch die Werte der vergangenen Jahre hinzugezogen. Damit will der ADAC erreichen, dass auch Autos, die nicht mehr hergestellt werden, in der Statistik auftauchen.

Als Pannenquelle Nummer Eins (460.876 Fälle) wurde wieder einmal die Batterie geortet, gefolgt von den Reifenpannen (135.645 Fälle). Bezogen auf Baugruppen entfielen über die Hälfte der Pannen auf Zündung und Elektrik. Es folgten Probleme mit dem Motor (7,9 Prozent), Rädern und Reifen (6,7 Prozent), Einspritzanlagen (6,6 Prozent), Kühlung und Heizung (6,0 Prozent) und dem Kraftstoffsystem (5,9 Prozent).

manager-magazin.de mit Material von dpa

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