Apollo Sport Thüringer zum Abheben

Schon mal mit 360 Stundenkilometern über die Autobahn gerauscht? Mit dem neuen Apollo Sport liefert Gumpert einen Supersportwagen, der vor Kraft nur so strotzt. Zu sehen ist das neue 800-PS-Geschoss in Genf.

Altenburg – Der Apollo sei zu billig, klagte Produzent Roland Gumpert noch vor ein paar Monaten im SPIEGEL. Das könnte der Grund sein, warum die arabischen Scheichtümer den Sportwagen der Manufaktur Gumpert aus Thüringen bisher kaum wahrnehmen. Dort zähle ein Auto erst, wenn es sich kaum jemand leisten kann, sagte der ehemalige Sportchef von Audi im vergangenen Dezember dem Nachrichtenmagazin. Nach eigenen Angaben baute das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt seit dem Produktionsstart im Jahr 2005 ein Duzend Autos im Jahr. Um profitabel zu sein, müssten es jedoch 16 Wagen sein, hieß es.

Für Ottonormalverbraucher liegt der Apollo trotz der Eigenkritik dennoch in weiter Ferne. 190.000 Euro muss man für den Straßenflitzer ausgeben. Das mag vielleicht nach viel Geld klingen, unter den Supersportwagen entpuppt sich der Preis jedoch schnell als "Sonderangebot". Auf dem Genfer Autosalon zeigt Gumpert nun allerdings eine Neuschaffung, für die der Autobauer deutlich mehr verlangt: Der Apollo Sport wird für 295.500 Euro in den Handel kommen.

Angetrieben wird das neue Geschoss von einem Achtzylinder-Biturbomotor mit 588 Kilowatt beziehungsweise 800 PS. Der Mittelmotor beschleunigt den Zweisitzer in drei Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 360 Stundenkilometer angegeben. Was der "Rennwagen mit Straßenzulassung" dabei an Sprit konsumiert und an Kohlendioxid ausstößt, teilte Gumpert allerdings nicht mit.

Der extrem flache Sportwagen besitzt eine aerodynamisch geformte Karosserie aus Karbonfasern, die über einen Rohrrahmen aus Chrommolybdän-Stahl montiert ist. Für mehr Anpressdruck auf die Straße bei hohen Geschwindigkeiten soll ein Rennflügel am Heck sorgen. Ein Ansaugstutzen auf dem Dach und breite Lüftungsschlitze an den Seiten versorgen den Motor mit Kühlluft. Nach der Genfer Messe soll der Wagen in den Handel kommen.

manager-magazin.de mit Material von dpa/gms

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