Autosalon Genfer Höchstleistungen

Frühlingserwachen in Genf: Der Autosalon 2007 verspricht viele Premieren. Mit dabei ist die nächste Generation der Mercedes C-Klasse, das Audi-Coupé A5 und BMWs Luxuskarosse X5. Der Genfer Salon ist aber auch eine Bühne für viele Studien kleiner Nischenanbieter und Designbüros. Ein Überblick.

Genf - Die Autofans richten den Blick wieder einmal nach Genf: Vom 8. bis 18. März zeigen die Hersteller beim Automobilsalon auf neutralem Schweizer Boden zahlreiche neue Modelle, die schon bald bei den Händlern stehen und das Frühjahrsgeschäft beleben sollen. Doch wie immer ist die Messe auf dem "Palexpo"-Gelände nicht nur eine Bühne für Serienpremieren. Sie ist auch ein Schaufenster für zahlreiche Studien und Experimentalfahrzeuge sowie Treffpunkt von kleinen Designbüros, Karosserieschmieden und Nischenherstellern.

Die wichtigsten Impulse setzt der Salon diesmal vermutlich in der Mittelklasse. Hier geben bei Ford der neue Mondeo sowie bei Mercedes die dritte Generation der C-Klasse ihren Einstand. Außerdem enthüllt Audi als Antwort auf den erfolgreichen Mercedes CLS das Coupé A5, das aber nach Informationen aus Ingolstadt konventionell nur mit zwei Türen vorfahren soll. Zudem steht nach unbestätigten Gerüchten aus Rüsselsheim in Genf die Studie eines Fahrzeugs, das noch in diesem Jahr den Opel Vectra beerben soll. Sicher dagegen ist das Facelift für den Fünfer, das BMW mit der Touring-Variante des M5 krönt.

Auch in den Klassen darunter zeichnet sich reichlich Bewegung ab. So feiert Fiat in Genf die Publikumspremiere des Stilo-Nachfolgers Bravo, der den Erfolg des Grande Punto in der Golfklasse fortschreiben soll. Honda bietet die Premiere der sportlichen Civic-Varianten Type S und Type R. BMW hat den 1er gründlich überarbeitet und bringt das Einstiegsmodell nun auch als Zweitürer.

Von Hyundai wird die Serienfassung der im Herbst 2006 auf dem Pariser Salon gezeigten Kompaktstudie Arnejs erwartet. Und bei Renault geht die zweite Auflage des Twingo an den Start, kündigt der französische Automobilhersteller am Deutschlandsitz in Brühl bei Köln an. Ebenfalls neu im Feld der Kleinwagen ist der Mazda2, der dem japanischen Hersteller zufolge in Genf in die zweite Generation geht.

Neues für Sonnenanbeter

Neues für Sonnenanbeter

Wer mit mehr Raumbedarf auf Reisen gehen möchte, kann in Genf auch eine Reihe neuer Großraumlimousinen und Geländewagen sehen. So gibt es bei Citroën nun auch eine fünfsitzige Version des neuen C4 Picasso. Peugeot und Citroën starten mit den Modellen 4007 und C-Crosser außerdem auf die Buckelpiste, und BMW zeigt nach dem Debüt in den USA zum ersten Mal auch in Europa den neuen X5.

Für die Freunde frischer Luft gibt es zudem die Weltpremiere des Peugeot-Cabrios 207 CC sowie die Europapremiere des offenen 3er BMW. Wer es sportlich mag, kann sich auf ein neues AMG-Modell zum 40-jährigen Bestehen der sportlichen Mercedes-Tochter sowie auf die Publikumsfassung des aktuellen "James-Bond-Autos" Aston Martin DBS freuen.

Wie immer ist der Genfer Salon aber auch eine Bühne für viele Studien kleiner Nischenanbieter und Designbüros. So hat der Schweizer Tuner Rinspeed den transparenten Zweisitzer eXasis angekündigt, der an eine "Rennzigarre" aus Glas erinnert und von einem 110 kW/150 PS starken Bioethanol-Motor angetrieben wird.

Die niederländische Luxus-Manufaktur Spyker wird nach Informationen der Fachpresse nach Sport- und Geländewagen nun auch eine Limousine vorstellen. Und vom Zulieferer EDAG aus Fulda kommt die Studie LUV, die den Mercedes GL in einen maritim angehauchten Luxus-Pick-up verwandeln soll.

In Genf gibt es nach Angaben der Veranstalter auch neue Marken zu sehen. Unter den fast 250 Ausstellern auf knapp 80.000 Quadratmetern Standfläche sind auch ein paar bislang unbekannte Namen. So wird der chinesische Autohersteller Brilliance mit einer neuen Mittelklasse-Limousine im Format des 3er BMW ebenso seinen Einstand geben wie Russo-Baltique und der Motorradhersteller KTM, der mit dem X-Bow sein Glück nun auch auf vier Rädern versuchen will. Außerdem feiern zwei Marken nach längerer Abwesenheit eine Rückkehr: der italienische Fiat-Ableger Abarth sowie der niederländische Konstrukteur Donkervoort werden in diesem Jahr ebenfalls wieder nach Genf kommen.

Thomas Geiger, dpa

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