Luxuscoupé Gruß aus der Vergangenheit

Kennen Sie Diatto? Die italienische Automarke ist eng mit der Geschichte von Maserati und Bugatti verbunden. Auf dem Genfer Autosalon erlebt die Marke nun mit einem luxuriösen Coupé aus dem Hause Zagato ihre Wiederauferstehung.

Mailand/Genf – Der Genfer Autosalon naht. Am 8. März geht es los (bis 18. März). Neben Zahlreichen Premieren bekannter Autohersteller feiert auch eine italienische Marke ihre Wiederauferstehung: Diatto.

Pünktlich zu deren 100. Geburtstag präsentiert die Mailänder Karosserieschmiede Zagato auf der Messe ein luxuriöses Coupé. Auf Wunsch zweier finanzstarker Sammler sei der Wagen entworfen worden, der bislang als "Ottovù Project" geführt wird. Das Luxusgefährt basiert vor allem auf Maserati-Technik, heißt es. Ein Achtzylindermotor, der unter der langen Haube mit den spitz zulaufenden Scheinwerfern sitzt, treibt das Coupé an.

Maserati- und Bugatti-Kenner wird der Name Diatto etwas sagen, denn die Autohäuser arbeiteten einst eng mit dem Turinern zusammen. Die Maserati-Brüder Carlo, Ettore und Ernesto bauten zum Beispiel in ihrer kleinen Werkstatt, neben Isotta-Modellen, die sie für Rennen präparierten, auch Fahrgestelle für Diatto und Hispano-Suiza. Rund elf Jahre ging das. 1925 entwickelte Carlo Maserati für Diatto unter anderem einen Grand-Prix-Wagen, der mit seinem 2-Liter-Achtzylinder, immerhin etwa 120 PS leistete.

Diatto, das Unternehmen war schon 1835 gegründet worden, baute seit 1905 Automobile, ab 1909 richtete das Unternehmen sogar einen internationalen Autosalon ein. In der Folgezeit wuchs Diatto und exportierte seine Fahrzeuge in die ganze Welt. 1932 stand das Unternehmen kurz vor dem Bankrott und wurde verkauft. Die neuen Besitzer drosselten die Produktion, die 1955 schließlich gänzlich eingestellt wurde.

Den ersten Diatto baute Zagato übrigens bereits im Jahr 1921, als Gründer Ugo Zagota eine leichte, aerodynamische Karosserie für ein Fahrgestell des Diatto Typ 25 4DS entwarf.

manager-magazin.de mit Material vo dpa/gms

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