Genfer Autosalon Robust, rassig und praktisch

Der Genfer Autosalon ist immer für eine Überraschung gut. Anfang März geht die Autoshow in ihre 76. Runde und auch dieses Mal lohnt sich ein Besuch. Viele Autohersteller zeigen sich von ihrer sportlichen und geländegängigen Seite.

Genf - Wie seit Jahren üblich, wird auch der 76. Automobilsalon in Genf, der vom 2. bis zum 12. März im Südwestzipfel der Schweiz stattfindet, das Autojahr 2006 in Europa erst so richtig eröffnen.

Die erste große Schau der Branche könnte eine Veranstaltung der vielen Höhepunkte werden. Denn traditionsgemäß stehen in den Palexpo-Hallen besonders viele Konzeptautos, dazu kommen die straßenfertigen Serienmodelle der Hersteller und Studien, die künftige Antriebstechnologien vorstellen.

Mitsubishi zum Beispiel zeigt ein Konzeptauto mit je einem Elektromotor in jedem der vier Räder. Die Technik soll, so hört man von den Japanern, in den kommenden vier Jahren zur Serienreife gebracht werden. Mazda wiederum zeigt einen Wasserstoff-Hybrid-Van, und vermutlich stehen auch die bereits fahrbereiten Diesel-Hybrid-Prototypen von Peugeot und Citroën auf den Messeständen der beiden französischen Marken in Genf.

Toyota Urban Cruiser: Die Studie eines kleinen SUV-Modells wird beim Autosalon vorgestellt. Experten billigen diesem Konzeptauto hohe Realisierungschancen zu

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Rinspeed Zazen: Ein Auto mit holografischer Rückleuchte in der transparenten Kuppel, die den Innenraum überwölbt

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Salon-Vorschau: Die Trends in Genf
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Unter den Serienmodellen, die auf der Messe erstmals gezeigt werden, sind vor allem drei Trends auszumachen: Allradfahrzeuge, familientaugliche Mehrzweckautos und rassige Sportwagen. An Allradlern treten zum Beispiel der neue Audi Allroad, der Kompakt-SUV Chevrolet Captiva sowie der Suzuki SX-4 auf.

Dazu kommen mutmaßlich künftige Wettbewerber im Segment der kleineren Geländewagen, die bereits in Form von Studien gezeigt werden: der Toyota Urban Cruiser und die von Volkswagen angekündigte Studie "Concept A", ein Allradler im Golf-Format.

Sportwagen und Cabrios in allen Größen

Zweiter großer Genf-Trend sind variable Kombi- oder Van-Modelle mit maximalem Innenraum in möglichst kompakter oder sportlicher Verpackung. Zu dieser Kategorie zählen zum Beispiel der Ford Focus S-Max, der eigenwillig gestaltete Skoda Roomster, der Alfa Romeo 159 Sportwagon, und auch Mini zeigt eine weitere Variante eines Kombimodells des Kleinwagens.

In diesem Fall steht ja bereits fest, dass dieses Fahrzeug gebaut wird - allerdings wird das noch gut ein Jahr dauern. Auch die rumänische Marke Dacia wird dem Vernehmen nach eine Kombi-Studie ihres Erfolgsmodells Logan enthüllen, der Mutterkonzern Renault wiederum zeigt die rassige Sportkombistudie Altica und Volvo präsentiert den C30. Das Konzeptfahrzeug, das schon in Detroit zu sehen war, soll m Herbst auf den Markt kommen.

Drittens werden auf der Messe Sportwagen in allen möglichen Ausprägungen eine Rolle spielen - besonders bei den Cabriolets und Roadstern sind viele Neuzugänge zu erwarten. Die Kandidaten in diesem Segment heißen Alfa Spider, Opel GT, Ferrari 559, Koenigsegg CCX, Mitsubishi CZC, Lotus Europa S, Porsche 911 Turbo und GT3 sowie diverse AMG-Varianten von Mercedes-Modellen.

Sportlich dröhnen die Motoren

Aus Thüringen tritt erstmals auf großer internationaler Bühne der Supersportwagen Apollo an. Dazu kommen die Studie Honda Civic Type R und, wie aus Italien zu hören ist, der bereits in Detroit umschwärmte Lamborghini Miura sowie noch eine Überraschung aus dem Hause mit dem Stier-Logo.

Wem das noch nicht genug an Motorleistung und Fahr-Vorfreude ist, der dürfte bei den zahlreichen Designstudios fündig werden, die in Genf ihre jüngsten Kreationen zeigen. Natürlich sind die großen Turiner Karosserieschneider wie Pininfarina, Italdesign-Giugiaro und Bertone am Lac Leman vertreten.

Die Schweizer Firma Rinspeed tritt mit dem Prototypen Zazen an, einem auf Porsche-Basis entwickelten Fahrzeug mit neuartiger Kunststoffkuppel, die auf Knopfdruck undurchsichtig wird und deren Weltneuheit eine "holografische Bremsleuchte" ist, wie das Unternehmen aus Zumikon mitteilt.

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