M-Klasse Auch Mercedes setzt auf Kante

Die zweite Generation des Mercedes-Geländewagens M-Klasse kommt im nächsten Sommer zu den deutschen Händlern. Die ersten Werksfotos zeigen: Nicht nur bei BMW bekommen die Autos scharfe Kanten statt runder Formen.

Stuttgart - Die neue M-KLasse, deren Preise noch nicht bekannt sind, soll auf der direkt nach Silvester beginnenden Detroit-Motor-Show erstmals gezeigt werden. Bereits im Frühjahr kommt das im Mercedes-Werk in Tuscaloosa hergestellte Auto der DaimlerChrysler-Marke Mercedes auf den amerikanischen Markt. Deutsche Kunden müssen dagegen noch bis zum Sommer mit dem alten Modell vorlieb nehmen, das seit 1997 über 620.000 mal verkauft wurde.

Das neue Modell des vor allem bei wohlhabenden Großstädtern beliebten Geländwagens soll wiederum serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet werden, der jetzt über einen Anfahr-Assistenten und ein Offroad-ABS verfügt. Damit das Auto im Gelände zurechtkommt soll ein Offroad-Paket mit Zweistufen-Verteilergetriebe mit Geländeuntersetzung und zwei Differenzialsperren lieferbar sein. Darin enthalten ist eine Luftfederung, mit der sich der Wagen um 11 Zentimeter in die Höhe hieven lässt. Damit ergibt sich eine Bodenfreiheit von 29 Zentimetern und eine Wattiefe von maximal 60 Zentimetern.

Außerdem steht schon fest, dass es ein Siebengang-Automatikgetriebe bekommen soll. Von den vier zunächst lieferbaren Motoren sind drei Neuentwicklungen, darunter ein V-Sechzylinder Dieselmotor. Er wird in zwei Versionen geliefert, wahlweise mit 224 PS (165 kW) und mit 190 PS (140 kW). Der V6-Benziner leistet 272 PS (200 kW), der vor allem für den US-Markt wichtige V8-Motor 306 PS (225 kW). Die M-Klasse des Jahrgangs 2005 wird 15 Zentimeter länger und 7 Zentimeter breiter als das Vorgängermodell sein.

Auffallen per Auspuffrohr: Heckansicht der nächsten M-Klasse

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Falls es doch ins Gelände geht: Haltegriffe neben den Sitzen

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Ich bin rund, na und: Armaturen und Lüftung noch runder als beim verspielten Coupé SLK

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Nichts für Schüchterne: Mächtig ausgestellte Radhäuser

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Nach Ford und BMW bringt jetzt Mercedes etwas "New Edge"-Design
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Eine Absatzprognose wollte der Konzern auf Nachfrage nicht abgeben. Die Marktanalysten von Global Insight bescheinigen der M-Klasse ein Volumen von 88.000 Fahrzeugen im Jahr 2005; für das Folgejahr veranschlagen sie bis zu 99.000 Verkäufe. Danach sehen sie einen Rückgang auf 89.000 Fahrzeuge. Laut Daimler wurden von der alten M-Klasse im Schnitt 80.000 Fahrzeuge verkauft.

Neben der neuen M-Klasse werden im Mercedes-Werk Tuscaloosa auch der Grand Sports Tourer (GST), mit dem Mercedes die neue R-Klasse begründet, und die neue Version des oberhalb der M-Klasse angesiedelten G-Klasse produziert. Für die R-Klasse, die ebenfalls im kommenden Jahr auf den Markt kommt, prognostiziert Global Insight ein Absatzvolumen von 43.000 Fahrzeugen im ersten Jahr. Ab 2006 dürfte das Volumen auf 69.000 Fahrzeuge bis zu 73.000 Fahrzeuge im Jahr 2007 ansteigen.

Weil eine neue Fahrzeugklasse begründet werde, herrsche hier die größte Unsicherheit, was die neuen Modelle aus Tuscaloosa angehe, so Marktanlayst Philipp Rosengarten von Global Insight. Falls Mercedes-Benz den Anlauf und die Einführung sauber bewältige, würden sich dem Unternehmen allerdings große Chancen erschließen. Für die G-Klasse prognostiziert Rosengarten ein Produktionsvolumen von 33.000 Fahrzeugen im Jahr 2007 und von 37.000 Fahrzeugen im Jahr 2008.

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