Dienstag, 10. Dezember 2019

Triumph Rocket III Der Hubraumthron

An dieser Maschine ist alles eine Nummer größer: der Hubraum, der Sound und - der Preis. Abgesehen davon: Die Triumph Rocket III ist ein hervorragender Cruiser. 140 PS und ein gewaltiges Drehmoment lassen die Maschine trotz 350 Kilogramm Lebendgewicht urgewaltig nach vorne preschen.

Düsseldorf - Ein Motorrad, das aus 2,3 Litern Hubraum imposante 200 Nm Drehmoment bei gerade 2.500 U/min und 103 kW/140 PS Leistung schöpft, ist ohne Zweifel ein Meilenstein im Zweiradbereich. Es sind jedoch nicht alleine die technischen Daten der Rocket III, die beeindrucken. Denn an dieser Triumph ist alles ein gutes Stück größer. Der Preis des imposanten Motorrads liegt deshalb auch bei 17.750 Euro.

Dafür darf sich der Kunde aber auch das Prädikat anheften, den hubraumstärksten Serien-Cruiser auf dem Markt zu fahren. Natürlich braucht man weder den gigantischen Hubraum noch das Drehmoment, um von A nach B zu kommen. Aber es ist ein Genuss, einmal aus dem Vollen zu schöpfen. Schon bei Leerlaufdrehzahlen fühlt man die Kraft des Dreizylinders, der im gesamten Bereich zwischen 1.800 und 6.000 U/min mindestens 90 Prozent seines maximalen Drehmoments abliefert.

 Der Cruiser schiebt mit seinen 340 Kilogramm nachdrücklich voran  Ungewöhnlich: Rechts zwei verchromte Auspuffrohre, links eines  Stetiger Begleiter während der Fahrt ist ein kerniger Sound, der aus der beidseitig montierten Auspuffanlage strömt
 Kraft pur: Schon bei Leerlaufdrehzahlen fühlt man die Kraft des Dreizylinders  Hubraumtriumph: 2,3 Liter Hubraum, imposante 200 Nm Drehmoment bei gerade 2 500 U/min und 103 kW/140 PS Leistung  Null Hektik: Das hohe Drehmoment ermöglicht eine durchweg relaxte Fahrweise

Die Triumph Rocket III
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Folglich kann die Beschleunigung aus dem Stand und den Durchzug nur als unglaublich bezeichnet werden, schiebt doch die 350 Kilo schwere Triumph nachdrücklicher als jeder andere Cruiser voran. So sehr übrigens, dass der 240er Hinterreifen bei forcierten Starts schwarze Striche auf den Asphalt malt - trotz elektronischer Traktionshilfe in den ersten drei Gängen.

Die Lebensdauer des hinteren Pneus dürfte somit kaum über 5.000 Kilometern liegen. Stetiger Begleiter während der Fahrt ist ein kerniger Sound, der aus der beidseitig montierten Auspuffanlage strömt. Rechts zwei verchromte Rohre, links eines - auch das ist ungewöhnlich. Das von einer elektronischen Einspritzung versorgte Aggregat hängt sauber am Gas und liefert seine Leistung via Fünfganggetriebe und Kardanwelle ans Hinterrad. Einziger kleiner Kritikpunkt hierbei ist das Getriebe, das sich beim Hochschalten zuweilen etwas störrisch gibt.

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