Ferrari F 430 F1-Technik für den Alltagsbetrieb

PS-Fans fiebern dem Pariser Autosalon mit Spannung entgegen. Ferrari zum Beispiel nimmt ab Ende September ein ganz neues Modell mit an die Seine. Doch schon jetzt streuen die Italiener ein paar Fotos und Daten als Vorgeschmack unter die Ferraristi.

Wenn ein neuer Ferrari am Start steht, herrscht in der Autowelt stets eine Stimmung wie vor der großen Bescherung an Weihnachten. Aufregung, Ungeduld, Vorfreude prägen das Befinden. So auch jetzt, denn abgelöst wird immerhin der 360 Modena, der jahrelang als der gepflegte V8-Sportwagen der Mannen aus Maranello galt.

Das wird bald Geschichte sein, denn eine neue Generation von Achtzylinder-Autos steht am Start. Den Anfang macht jetzt in Paris (25. September bis 10. Oktober) der Ferrari F 430. Und wer sich immer schon fragte, ob denn das Formel-1-Engagement der "Roten" Synergieeffekte für den Serienfahrzeugbau bringe, wird beim neuen Modell gleich zwei Beispiele finden, die dafür sprechen. Erstmals nämlich fährt mit dem F 430 ein Serienauto mit elektronisch gesteuertem Differenzial vor. E-DIFF heißt die Technik so sperrig wie schlicht, von der sich die Ingenieure eine verbesserte Traktion und ein präziseres Handling versprechen.

Neuheit Nummer zwei, die aus dem Vollgassport abgeleitet wurde, sind die so genannten "manettino". So nennen Schumacher und Kollegen die kleinen "Hebelchen" (ital. manettino) am Lenkrad ihrer Boliden, mit denen die Feinabstimmung des Fahrwerks erledigt wird. Das kann nun auch jeder andere Ferrari-Fahrer, wenn er sich einen F 430 zugelegt hat. "Sämtliche Systeme zur Regulierung der Fahrdynamik werden über Wählschalter am Lenkrad gesteuert", erläutert Ferrari dazu. Etwas Feingefühl, Erfahrung und Sportsgeist sind aber schon nötig, um mit den "Hebelchen" wirklich Spaß zu haben.

Aufregung, Vorfreude, Ungeduld: Mit dem F 430 beginnt bei Ferrari eine neue Generation der Achtzylinder-Autos

Aufregung, Vorfreude, Ungeduld: Mit dem F 430 beginnt bei Ferrari eine neue Generation der Achtzylinder-Autos

4,51 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,21 Meter flach: Die Form der Karosserie stammt von Pininfarina

4,51 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,21 Meter flach: Die Form der Karosserie stammt von Pininfarina

Nagelneuer V8-Motor: Aus 4,3 Litern Hubraum schöpft die Maschine 490 PS

Nagelneuer V8-Motor: Aus 4,3 Litern Hubraum schöpft die Maschine 490 PS

Und Neuheit Nummer zwei aus der Königsklasse: Mit den "manettino" genannten Hebelchen am Lenkrad werden sämtliche Systeme zur Regulierung der Fahrdynamik gesteuert

Und Neuheit Nummer zwei aus der Königsklasse: Mit den "manettino" genannten Hebelchen am Lenkrad werden sämtliche Systeme zur Regulierung der Fahrdynamik gesteuert

Mächtig ausmodellierte Radkästen: Von 0 auf 100 in vier Sekunden

Mächtig ausmodellierte Radkästen: Von 0 auf 100 in vier Sekunden

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h: Im kommenden Frühjahr kommt der F 430 auf die Straße

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h: Im kommenden Frühjahr kommt der F 430 auf die Straße


Der Ferrari F 430
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Der nagelneue V8-Motor des F 430 ist mittig im Auto platziert. Aus 4,3 Liter Hubraum schöpft die Maschine 490 PS (360 kW), was einer spezifischen Leistung von 114 PS pro Liter Hubraum entspricht. Das Leistungsgewicht des Wagens liegt bei erstaunlichen 2,8 Kilogramm pro PS (das Auto wiegt 1450 Kilogramm) und das maximale Drehmoment bei 465 Newtonmeter. Man kann also sehr, sehr schnell sein mit dem F 430. Gut 315 km/h geben die Italiener als Höchstgeschwindigkeit an, die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 funktioniert in vier Sekunden.

Die Form der 4,51 Meter langen, 1,92 Meter breiten und 1,21 Meter flachen Karosserie stammt von Pininfarina. Auffällig sind die klobigen Lufteinlässe in der Frontschürze, die mächtig ausmodellierten Radkästen und der wuchtige Diffusor am Heck, der für ausreichend Anpressdruck auch bei hohen Geschwindigkeiten sorgen soll. Auf die Straßen kommt der F 430 wohl erst im kommenden Frühjahr. Einen Preis nennt Ferrari noch nicht, doch ist es unwahrscheinlich, dass der Neue billiger wird als der 360 Modena, und der kostet mindestens 128.200 Euro.