Freitag, 15. November 2019

Rolls-Royce Geister und Phantome

"Die besten Autos der Welt zu bauen" ist von jeher der Anspruch der englischen Luxuswagenschmiede Rolls-Royce. In den vergangenen 100 Jahren seit der Gründung brachten die ambitionierten Ziele das Unternehmen manches mal ins Schlingern. Ein Rückblick.

München/Goodwood - Vor sechs Jahren sahen viele englische Traditionalisten den Mythos Rolls-Royce am Ende. Ausgerechnet die deutschen Konzerne Volkswagen und BMW lieferten sich eine spektakuläre Übernahmeschlacht um die Marke, die der Inbegriff von britischem Luxus ist.

Rolls-Royce Phantom: Luxusmarke mit neuem Atem
Doch der Fahrzeugbauer mit dem Anspruch, die besten Autos überhaupt zu bauen, hat auch das überlebt. 100 Jahre nach der Gründung schöpft die Luxusmarke neuen Atem. In diesem Jahr sollen 1000 Rolls-Royce gebaut werden - wie seit jeher zum größten Teil in Handarbeit.

Am 4. Mai 1904 hatten sich in Manchester Henry Royce und Charles Rolls zum ersten Mal getroffen und den Grundstein für eine der berühmtesten Marken der Welt gelegt. Der adlige Rolls betrieb damals einen Autohandel in England und ärgerte sich oft über die schlechte Qualität der Fahrzeuge.

Der Techniker Royce wiederum hatte bereits ein eigenes Auto gefertigt, das eines der besten seiner Zeit sein sollte. So ergänzten sich die beiden perfekt und noch im Dezember 1904 präsentierten sie die ersten Rolls-Royce-Modelle auf dem Pariser Autosalon.



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Rolls-Royce-Impressionen:
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1906 kam ein Sechszylinder auf den Markt, über den der damalige Marketing-Chef Claude Johnson behauptete, er sei "nicht eines der besten, sondern das beste Fahrzeug der Welt". Ein Jahr später wurde der Sechszylinder silber lackiert und Silver Ghost getauft, noch heute ein Mythos und für viele der erste echte Rolls-Royce.

Im Lauf der Jahre wurde das Unternehmen, das auch Flugzeugmotoren fabrizierte, kontinuierlich ausgebaut - auch nach dem Tod von Rolls bei einem Flugzeugunfall 1910. Ein Jahr darauf kam die Kühlerfigur "The Spirit of Ecstasy" - auch Emily genannt - dazu, die neben hohem Preis und hoher Qualität noch heute den Mythos begründet.

Ein weiteres Kapitel der Unternehmensgeschichte, das auch später bei der Übernahmeschlacht eine Rolle spielen sollte, wurde 1931 geschrieben, als der Konkurrent Bentley Pleite ging. Rolls-Royce übernahm die Überreste und füllte die Lücke bei den sportlicheren Fahrzeugen. So wurde zudem verhindert, dass Bentley in die Hände eines Konkurrenten fällt.

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