Auto-Show Detroit Stampfende Sumo-Autos

Amerikanische Pickups sind groß und protzig - aber japanische sind noch größer und protziger. Auf der Detroit Motor Show nehmen Toyota, Nissan, Honda und Mitsubishi mit den nur bedingt nützlichen Lifestyle-Autos die letzte Bastion der US-Autobauer.

Detroit - Pickups waren die längste Zeit eine ausschließliche Domäne amerikanischer Autohersteller. Die Japaner sind dabei, die Claims auf diesem Terrain neu abzustecken. So, wie sie in allen Klassen den Amerikanern die Luft zum Atmen nehmen.

Limousine mit offenem Kofferraum: Die Honda-Studie SUT

Limousine mit offenem Kofferraum: Die Honda-Studie SUT

DaimlerChrysler lässt grüßen: Der Mitsubishi-Pickup interpretiert das Thema sehr frei

DaimlerChrysler lässt grüßen: Der Mitsubishi-Pickup interpretiert das Thema sehr frei

Quadratisch, praktisch: Der amerikanischste Pickup auf der Messe kommt von Nissan

Quadratisch, praktisch: Der amerikanischste Pickup auf der Messe kommt von Nissan




Zeigt her eure Pritschen:
Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild,
um zur Großansicht zu gelangen.

Die Speerspitze bildet dabei Toyota. Der größte Autoimporteur der USA und drittgrößte Hersteller der Welt stellt mit dem Modell Camry nicht nur das meistverkaufte Auto der USA, sondern schraubte 2003 auch seine Verkäufe um 6,3 Prozent auf das Rekordniveau von 1,87 Millionen Einheiten.

Entsprechend selbstbewusst brechen die Japaner auf der Detroit Motor Show mit der Pick-up-Studie FTX-Concept in das ureigene Geschäft der US-Autobauer ein. Der bullig gezeichnete Lifestyle-Laster mit den ausgestellten Kotflügeln ist rund 5,80 Meter lang, zwei Meter hoch und über zwei Meter breit, bietet verschwenderische Platzverhältnisse und überbordenden Luxus, von der Luftfederung für die Sitze bis zum 3D-Bildschirm für den Bordcomputer. Angetrieben wird er von einem Hybridmotor, der die Kraft eines V8-Benziners mit einem Elektromotor kombiniert. Ab 2006 will Toyota die Serienversion in einem Werk in Texas bauen lassen.

Auch Nissan zeigt in der Cobo Hall in Detroit den Frontier Pick-up, den kleinen Bruder des im vergangenen Jahr vorgestellten Monster-SUV Titan. Der komfortable Pritschenwagen glänzt mit Chromgrill und -stoßstangen, einem 250 PS starken 4-Liter-V6-Motor, zuschaltbarem Allradantrieb, Einzelradaufhängung, 5-Stufenautomatik oder Sechsganggetriebe sowie einem dicken Sicherheitspaket, bestehend aus ABS, elektronischer Bremskraftverteilung inklusive Bremsassistent, zweistufigen Frontairbags sowie optionalen Side- und Windowbags.

Auf die Ladefläche mit der Rückbank!

Auf die Ladefläche mit der Rückbank!

Ebenfalls auf dem Titan aufbauend, präsentiert daneben Nissans Nobeldivision Infinity, die nur in den USA und Asien vertrieben wird, in Detroit den mächtigen Luxus-SUV QX56. Der breit und bullig geformte Achtsitzer rollt auf 18-Zoll-Alurädern und 265er-Reifen, die von einem 5,6-Liter-V8 angetrieben werden.

Außen und innen herrscht Luxus pur. Es gibt Xenon-Scheinwerfer mit integrierten Nebellampen, LED-Rückleuchten, elektrisch zu bedienende Ausstellfenster und Rückspiegel, Reifendruckkontrolle, Rückfahrkamera mit LCD-Monitor und Einparkhilfe auf Wunsch. Im Innenraum finden sich Ledersitze, DVD-Navigation, Bose-Audiosystem, Klimaanlage für vorne und hinten sowie nicht weniger als zwölf Cupholder.

Seinen ersten eigenen Pickup hat Honda in Detroit aufgefahren. Der SUT-Concept soll Nutzwert und Komfort kombinieren und die Vorzüge eines Geländewagens mit den Freizeitmöglichkeiten eines offenen Kleinlasters vereinen. Deshalb bietet der über fünf Meter lange Viertürer in seiner Kabine Platz für fünf Personen und eine vergleichsweise kleine Ladefläche. Den Antrieb der Studie, die bereits im kommenden Jahr mit geringfügigen Änderungen in Serie gehen soll, übernimmt ein V6-Motor.

Auch Mitsubishi probt mit dem Sport Truck Concept den Einstieg in den amerikanischen Pickup-Markt. Die Studie wurde gemeinsam mit DaimlerChrysler entwickelt und macht mit 5,25 Meter Länge bei einem Radstand von 3,40 Meter, den kurzen Überhängen vorn und hinten sowie 22-Zoll-Rädern einen stattlichen Eindruck. In der viertürigen Kabine finden vier Passagiere Platz. Kleiner Showeffekt dabei: Die Rückbank lässt sich nicht nur teilen und verschieben, sondern auch komplett als luftiger Freisitz auf die Ladefläche schieben. Als Antrieb dient ein 4,7-Liter-V8-Motor, der seine Kraft über eine Fünfstufen-Automatik auf alle vier Räder verteilt. Die Serienversion des Sport Truck Concept soll ab 2005 vom Band laufen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.