Alfa Romeo Feines Näschen

Das Spiel mit Proportionen, Linien und klassischen Elementen beherrscht kaum ein anderes Unternehmen so perfekt wie die italienische Fiat-Tochter Alfa Romeo. Auf der IAA in Frankfurt präsentiert die Marke gleich drei Weltpremieren.

Erstmals gezeigt wird auf dem Messestand in Halle 5 die neue Limousine Alfa 166, die wenige Wochen darauf zu den Händlern kommen soll. Das Design des Wagens wurde deutlich gestrafft und verfeinert. Am Bug fallen die neuen Scheinwerfer, der prägnante "Alfa-Schild" und die V-förmige Motorhaube auf. An der Seite überrascht die Karosserie mit einer nach innen gewölbten Fläche, die sich über die gesamte Länge zieht.

Im Innenraum, so kündigen die Italiener an, habe man die Verkleidungen verschönert und einige Bedientasten und -schalter optimiert. Aus technischer Sicht sind zwei neue Motoren für das grundlegend renovierte Modell interessant: Der 3,2-Liter-V6-Benziner mit 240 PS (176 kW) sowie der 2,4-Liter-Fünfzylinder-Diesel mit 175 PS (129 kW). Dieser neue Selbstzünder kann wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Fünfgang-Automatik kombiniert werden.

Schmale, ausgesprochen fein modellierte Rückleuchten

Weltpremiere Nummer zwei ist der Alfa GT, ein sportlicher Zweitürer, der auf den vorangegangenen Automobil-Salons als Studie unter den Namen "Alfa Sprint" und "GT Coupé" ausgestellt worden war. In Frankfurt zeigt die Marke aus Mailand jetzt das Serienmodell, das Anfang des Jahres 2004 auf die Straßen kommen soll. Das Auto ist 4,48 Meter lang, 1,76 Meter breit und 1,39 Meter hoch - schmiegt sich also recht geduckt und kraftvoll auf die Straße. Während die Frontpartie das typische Alfa-Thema variiert, zeigt das Heck eine neue gestalterische Linie: Es wirkt so wuchtig, als gehöre es zu einem anderen Fahrzeug. Immerhin gibt es schmale, ausgesprochen fein modellierte Rückleuchten, die das klobige Erscheinungsbild ein wenig abmildern.

Der GT soll, so das Versprechen von Alfa, "extrem umfangreich" ausgestattet werden. Als Antriebsquellen sind vier Motorvarianten vorgesehen, darunter drei Benziner mit Leistungen zwischen 140 und 240 PS (103 und 176 kW) sowie ein 1,9-Liter-Dieselaggregat mit 140 PS (103 kW).

Über die dritte Weltpremiere in Frankfurt schweigen sich die Verantwortlichen bei Alfa Romeo noch aus. Sie stacheln allerdings die Neugier der Messebesucher an, indem sie schon einmal ankündigen, es werde auf der IAA ein "atemberaubendes Geheimnis mit acht Zylindern" gelüftet.

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