Samstag, 18. Januar 2020

Menschenrechtsorganisation reicht Sammelklage ein Kinderarbeit im Kongo - Anklage gegen Tesla, Apple und Alphabet

Kinderarbeit im Kongo: Erbärmliche Bedingungen in den Kobalt-Abbaugebieten
Kenny Katombe/ REUTERS
Kinderarbeit im Kongo: Erbärmliche Bedingungen in den Kobalt-Abbaugebieten

Eine Menschenrechtsorganisation in den USA hat die US-Techkonzerne Apple , Microsoft Börsen-Chart zeigen , Tesla , Dell Börsen-Chart zeigen und die Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen verklagt, weil sie von Kinderarbeit in den Kobaltminen der Demokratischen Republik Kongo profitierten. Die International Rights Advocates (IRA) reichte an einem Gericht in Washington Sammelklage im Namen von 14 anonymen Opfern ein. Es sind demnach Angehörige von Kindern, die beim Einsturz von Stollen getötet oder verstümmelt wurden.

Aktionäre an der Wall Street ließ die Sammelklage weitgehend kalt. Die Aktie von Tesla Börsen-Chart zeigen hatte erst am Montag ein Rekordhoch von 381 Dollar erreicht, binnen sechs Monaten hat die Aktie mehr als 60 Prozent zugelegt. Auch die Aktien von Apple Börsen-Chart zeigen und Microsoft Börsen-Chart zeigen notierten derzeit nahe Rekordniveau.

Kobalt wird für die Produktion von Batterien in Elektroautos, Smartphones und für erneuerbare Energien benötigt. Schätzungen zufolge verfügt die Demokratische Republik Kongo über 65 Prozent der weltweiten Kobaltreserven. Der Abbau ist dort wegen Kinderarbeit und miserabler Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Die IRA reichte die Klage bereits am Sonntag ein, wie sie mitteilte. Kinder im Kongo würden "unter steinzeitlichen Bedingungen" für zwei bis drei Dollar pro Tag in den Kobaltminen arbeiten, heißt es in der Sammelklage.

BMW Börsen-Chart zeigen, BASF Börsen-Chart zeigen und Samsung Börsen-Chart zeigen hatten vor rund einem Jahr die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, in einem Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo zu prüfen, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau verbessern lassen. Größte Herausforderung sei es, die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards sicherzustellen, teilte die GIZ damals mit.

Das komplett privat finanzierte Projekt konzentriert sich demnach auf eine Pilotmine. Sollte das auf drei Jahre angelegte Projekt erfolgreich sein, könnten die erprobten Ansätze auf weitere Minen übertragen werden.

la/dpa

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