Richtig präsentieren Erst verstehen, dann verbreiten

Langweilig und mit Informationen überfrachtet, so sind Präsentationen oftmals. Höchste Zeit, das sich das ändert, findet Consultant Wolfgang Hackenberg. Ein Kurzinterview.
Von Arne Gottschalck
Schneidige Gestik ist nicht alles, Bildprojektionen eben so wenig: Vorbereitungist dagegen alles

Schneidige Gestik ist nicht alles, Bildprojektionen eben so wenig: Vorbereitungist dagegen alles

Foto: Corbis

mm: Herr Hackenberg, in der Kürze liegt die Würze, heißt es, auch bei Präsentationen. Versuchen wir es einmal - eine kurze Frage, eine kurze Antwort. Einverstanden?

Hackenberg: Los geht es.

mm: In England beginnen Präsentationen oftmals mit einem Scherz, einer "Lockerungsübung" für die Zuhörer - haben wir hierzulande eine andere Präsentationskultur?

Hackenberg: Ja, wir Deutschen sind nicht ganz so locker, Präsentationen sind wie unsere Politiker: ernster als in Angloamerika - Emotionen dürfen aber dennoch nicht fehlen

mm: Wie hoch ist der Anteil der Vorbereitung an einer guten Präsentation - und wie oft finden Sie das in der Realität erfüllt?

Hackenberg: Erst Grübeln, dann Dübeln - meist wird zu schnell gedübelt…

mm: Hilft Technik wie Power Point eigentlich - oder ist sie ein Fluch?

Hackenberg: Ein Segen - da der produktivere Umgang mit PowerPoint meine Einkommensgrundlage darstellt.

mm: Stimmt der folgende Satz - je komplexer eine Materie, umso größer die Verlockung der Fachmannspose?

Hackenberg: Ja. If you can't explain it simply, you don't understand it well enough - wenn Sie es nicht klar ausdrücken können, haben Sie es nicht verstanden. Hat Einstein gesagt.

mm: Erst verstehen, dann über die Materie verbreiten also. Nächste Frage: Herr X oder Frau Y ist in Ihrem Sinne vorbereitet, gleich geht es los - Ihr Tipp gegen Lampenfieber?

Hackenberg: Mit einer guten Struktur und einem Lachen die Bühne betreten.

Das exklusive Netzwerk für Führungskräfte: Direkt zur manager-lounge

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.