Samstag, 20. April 2019

Rennen der WM-Sponsoren Cristiano Ronaldo macht sich für Nike doch noch bezahlt

Kein Grund zur Verzweiflung: Cristiano Ronaldo nach verpasster Chance im Spiel Portugal-Ghana

Auch im Achtelfinale der WM macht sich Weltfußballer Cristiano Ronaldo für Sponsor Nike nützlich, obwohl die Portugiesen nicht mehr dabei sind. Noch führt Adidas den Markt für Fußballprodukte an, der Vorsprung ist jedoch knapp. Die KO-Spiele können das Rennen entscheiden.

Hamburg - Die Eins muss stehen, und die Zwei muss auch stehen: An diesen beiden Zahlen misst Adidas-Chef Herbert Hainer den Erfolg des Dax-Konzerns im WM-Jahr. Das Ziel von zwei Milliarden Euro Umsatz mit Fußballprodukten werde Adidas "definitiv erreichen" und damit stelle der Ausrüster "unsere herausragende Position als weltweit klare Nummer eins im Fußball erneut unter Beweis", erklärte Hainer noch vor dem Ende der Vorrunde. Schon jetzt sei die WM "ein voller Erfolg für Adidas".

Nach den von Nike Börsen-Chart zeigen am Freitag vorgelegten Geschäftszahlen ist der Führungsanspruch von Adidas Börsen-Chart zeigen jedoch nicht mehr ganz so klar. Die Amerikaner haben ihren Umsatz mit Fußballware im abgelaufenen Geschäftsjahr um ein Fünftel auf 2,27 Milliarden Dollar (1,68 Milliarden Euro) gesteigert. Bilanzstichtag war der 31. Mai, die heiße Phase des WM-Geschäfts ist darin also nicht enthalten. Anhand der Bestellungen rechnet Nike für den Sommer mit 11 Prozent Wachstum (bezogen auf die gesamte Marke, nicht nur das Fußballgeschäft).

Zwei Milliarden Euro in diesem Jahr könnten also auch für Nike drin sein. Der weltgrößte Sportartikelhersteller ist zumindest nah dran, Adidas die Nummer Eins auch im Stammgeschäft Fußball streitig zu machen. Erstmals ist der US-Konzern als Lieferant der meisten Nationaltrikots in eine WM-Endrunde gestartet.

Jetzt kommt es darauf an, wie sich die von Adidas und Nike ausgerüsteten Mannschaften in den Spielen der KO-Runde schlagen. Erfahrungsgemäß entscheidet der Turnierverlauf mit über den Verkauf von Trikots, der hunderte Millionen Euro einbringen kann.

Sportlich ist die Ausgangslage der Sponsoren fast gleich. Adidas und Nike rüsten jeweils fünf Teams im Achtelfinale aus, in beiden Fällen sind je drei Gruppensieger darunter. Gemessen an den Punkten im Fifa-Ranking liegen die Nike-Teams leicht vorn, die Adidas-Mannschaften haben aber in der Gruppenphase mehr Punkte (mit weniger Toren) erzielt.

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung