Donnerstag, 19. September 2019

Rennen der WM-Sponsoren Cristiano Ronaldo macht sich für Nike doch noch bezahlt

Kein Grund zur Verzweiflung: Cristiano Ronaldo nach verpasster Chance im Spiel Portugal-Ghana

3. Teil: Adidas kommt auch ohne Spanien klar

Adidas konzentriert sich - neben dem WM-Ball Brazuca, den die Deutschen dank ihres Status als offizieller Fifa-Sponsor liefern dürfen - kommerziell zunehmend auf Deutschland-Trikots. Davon will der Konzern in diesem Jahr zwei Millionen Stück verkaufen. Als Millionenseller nennt er neben Argentinien und Kolumbien noch Mexiko, das auch auf dem riesigen Wachstumsmarkt USA eine große Rolle spielt, der also nicht völlig in Nikes Hand liegt.

Als fünftes Adidas-Team ist Nigeria im Rennen, immerhin die bevölkerungsreichste Nation Afrikas. Die knapp ausgeschiedenen Russen, Gastgeber der kommenden WM 2018, sind Adidas ebenso wenig eine Erwähnung wert wie der amtierende Weltmeister Spanien. Dessen Aus ist zwar die größte sportliche Enttäuschung des Turniers, scheint wirtschaftlich aber zu verschmerzen zu sein, wenn der Trikotabsatz schon vor der WM nicht zu einem Spitzenplatz reichte.

Eher enttäuscht sein dürften aber die Nachbarn bei Puma vom letzten Spieltag der Gruppenphase. Das Comeback als Fußballmarke wird von der WM nicht so befördert wie erhofft. Mit Italien fehlt der mit Abstand größte Umsatzbringer. Auch Elfenbeinküste und Ghana sind knapp gescheitert. So stehen noch vier Puma-Teams im Achtelfinale, immerhin doppelt so viele wie 2010 - doch Algerien, Chile, Uruguay und die Schweiz sind durchweg nicht die Favoriten der Buchmacher.

Uruguays Nimbus als England- und Italien-Bezwinger leidet etwas unter Luis Suárez' Beißaffäre. Wenigstens steht Suárez persönlich bei Adidas unter Vertrag und ist damit deren Problem. Er war neben Lionel Messi einer der wenigen bekannten Köpfe in der Werbekampagne von Adidas, während Nike viel stärker auf Superstars und Einzelverträge setzt - was sich vor allem am Schuhwerk bemerkbar macht, das nicht von den Verträgen der nationalen Fußballverbände beherrscht wird. Nike stellt mehr Schuhe im Turnier als alle anderen Sponsoren zusammen.

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