Mittwoch, 1. April 2020

Management-Seminare Führen lernen mit Tieren - mach es wie die Milbe!

4. Teil: Führen mit Katzen: Mir doch egal

Who cares: Katzen sind meist mit sich selbst im Reinen

Hunde haben angeblich die Intelligenz eines zweieinhalbjährigen Kindes und können bis zu 250 Wörter unterscheiden. Katzen können das nicht, aber sie wollen es auch gar nicht, und damit sind sie für ein realistisches Führungskräftetraining weitaus besser geeignet.

Das brauchen Sie: Katzen und Türen, jeweils so viele, wie Ihr Seminar Teilnehmer hat. Vor jeder Tür sitzt eine Katze, die Führungskraft befindet sich auf der anderen Seite. Eigentlich sollte die Katze jetzt kläglich miauen, um der Führungskraft ihren Bedarf zu signalisieren - und dann doch nicht hindurchgehen, wenn jene die Tür geöffnet hat. So könnten Manager Geduld lernen und sich selbst dabei beobachten, wie sie sich immer wieder um die Fichte führen lassen, das kommt ja im Berufsalltag auch oft vor.

Könnten. Wahrscheinlich aber werden die Katzen Ihren Versuchsaufbau ignorieren und sich irgendwo hinlegen. Vielleicht lassen sich die Katzen auch streicheln, aber da sollten Sie Ihren Teilnehmern dann lieber klar machen, dass das nicht eins zu eins auf den Umgang mit Mitarbeitern übertragbar ist.

Lernziel: Gleichmut. Katzen sind geeignete Trainingspartner für Führungskräfte, die noch hochfliegende Ideale haben, welche aber in Ihrer Firma im Alltag nur im Weg sind. Hunde mögen die Intelligenz zweieinhalbjähriger Kinder haben; Katzen hingegen haben das abgeklärte Gemüt von desillusionierten Endvierzigern. Im Umgang mit ihnen kann man so einiges lernen, oder auch nicht. Ist ja letztlich auch egal. Who cares.

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