Midea macht Übernahmegebot für Kuka offiziell Die Frist läuft - noch ein Monat Zeit für Kuka

Aushängeschild der deutschen Automatisierungstechnik: Kuka-Stand auf der Hannover Messe

Aushängeschild der deutschen Automatisierungstechnik: Kuka-Stand auf der Hannover Messe

Foto: © Fabrizio Bensch / Reuters/ REUTERS

Die Aktionäre des Roboterbauers Kuka können sich bis zum 15. Juli für oder gegen das Übernahmeangebot aus China entscheiden. Der Hausgerätehersteller Midea legte am Donnerstag offiziell seine angekündigte Offerte für den Augsburger Konzern vor. Die Chinesen bieten wie bekannt 115 Euro je Kuka-Aktie - und damit einen kräftigen Aufschlag im Vergleich zum Kurs vor der Ankündigung.

Die Angebotsfrist läuft vom 16. Juni bis zum 15. Juli um 24 Uhr, hieß es weiter. Midea bekräftigte, Voraussetzung sei das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 30 Prozent. Kuka will das Angebot prüfen. In spätestens zwei Wochen werde man eine begründete Stellungnahme vorlegen, sagte eine Kuka-Sprecherin. Konzernchef Till Reuter hatte sich zuvor bereits positiv über eine stärkere Kooperation geäußert.

Auch den Sorgen vor einem Ausverkauf von deutscher Spitzentechnologie traten die Chinesen erneut entgegen: Es sei kein Beherrschungsvertrag mit Kuka oder einer sonstiger Unternehmensvertrag geplant, erklärte Midea-Chef Paul Wang. Midea begrüße "eine breit diversifizierte Aktionärsbasis mit hohem Streubesitz".

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In der Politik hatte sich Widerstand gegen die Übernahme geregt, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte sich ein europäisches Alternativangebot gewünscht - ohne Erfolg. Zuletzt hatten Insider der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, Midea würde sich mit einem Minderheitsanteil von 49 Prozent begnügen. Dazu sagte eine Sprecherin, rein rechtlich sei die Festlegung einer solchen Obergrenze nicht möglich.

ak/reuters/dpa-afx
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