Mittwoch, 21. August 2019

Texas Instruments und AMS mit mauem Ausblick Unruhe in der Chipbranche, Infineon setzt Kursrutsch fort

Chiphersteller Infineon: Gegenwind von Texas Instruments und AMS

Der Halbleitersektor kommt nicht zur Ruhe: Nach einem ernüchternden Ausblick von AMS am Vortag belasteten am Mittwoch nun ebenfalls enttäuschende Prognosen von STMicroelectronics und Texas Instruments die Papiere von Chipherstellern weiter. AMS verloren mit 9 Prozent erneut stark.

Laut STMicroelectronics wird das Wachstum im Schlussquartal wohl nicht mehr ganz so stark ausfallen wie zuletzt. Den Anlegern gefiel das gar nicht, wie das Kursminus von zuletzt 8,7 Prozent dokumentiert.

Infineon: Minus 30 Prozent seit Juni

Dass sich der Abwärtstrend unter Chipwerten beschleunigt, zeigte sich am Mittwoch auch am deutschen Aktienmarkt, wo es für Papiere wie die von Infineon Börsen-Chart zeigen um gut 5 Prozent in die Tiefe ging. Seit dem Hoch im Juni hat die Aktie von Infineon bereits rund ein Drittel ihres Börsenwertes eingebüßt.

Aixtron Börsen-Chart zeigen sowie Siltronic erlitten weitere Kursverluste von jeweils rund 7 Prozent. Bei Siltronic wirkt zudem die negative Studie der Credit Suisse vom Vortag nach, als Analyst Achal Sultania sein Kursziel von 190 auf 106 Euro gekappt hatte, weil er mittlerweile die Wachstumschancen des Wafer-Herstellers erheblich zurückhaltender einschätzt.

Am Vorabend hatte bereits der US-Chipkonzern Texas Instruments (TI) die Aktionäre mit einem überraschend zurückhaltenden Blick auf das laufende Quartal schockiert. Barclays-Analyst Blayne Curtis zufolge hängt dies nicht nur an einer insgesamt nachlassenden Nachfrage, sondern hat auch unternehmensspezifische Gründe. Texas lenke den Fokus allmählich stärker von den Segmenten Personal Electronics und Embedded Communications weg in Richtung Industrie- und Autogeschäft. Dieser Wechsel dürfte die jüngste Abschwächung noch verschärft haben, glaubt der Experte.

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