Sonntag, 15. Dezember 2019

Nahost-Krise treibt Dollar, Öl und Gold Goldpreis auf 14-Monats-Hoch

Gold: Mit 1358 Dollar je Unze so teuer wie seit 14 Monaten nicht mehr

Große politische Risiken und die anhaltende globale Wachstumsschwäche treiben die Anleger zunehmend in als sicher empfundene Anlagen. Davon profitiert auch der Goldpreis: Am Freitag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1358 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit April 2018. In Euro gerechnet wurde mit 1203 Euro sogar der höchste Stand seit April 2017 erreicht.

Gold profitiert zurzeit von mehreren Entwicklungen. Zum einen erhält das auch als Krisenwährung bezeichnete Edelmetall Zulauf, weil Anleger angesichts fallender Aktienkurse in die Defensive gehen. Der Bedarf nach Anlagen, die als sicher gelten, ist angesichts hoher politischer Risiken wie den Spannungen zwischen den USA und Iran sowie dem US-chinesischen Handelskonflikt hoch. Die wachsenden politischen Spannungen ließen auch den Ölpreis sowie den Dollar zum Euro weiter steigen.

Hinzu kommen fallende Kapitalmarktzinsen, die den Zinsnachteil von Gold verringern. Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen als sicher empfundenen Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren keine regelmäßigen Erträge wie Zinsen ab. Fallen die Kapitalmarktzinsen, fällt dieser Nachteil weniger stark ins Gewicht. Die zurückgehenden Marktzinsen sind ebenfalls eine Folge hoher Unsicherheit unter Anlegern. Hinzu kommt das schwache weltweite Wirtschaftswachstum.

la/dpa

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